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Everton-Fan wegen mutmaßlich rassistischer Beleidigung von Antoine Semenyo bei Premier‑League‑Spiel festgenommen

Merseyside Police nahm einen 71‑Jährigen nach Berichten über rassistische Rufe gegen Manchester Citys Stürmer Antoine Semenyo während des Spiels gegen Everton in Gewahrsam; die Ermittlungen dauern an.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Everton-Fan wegen mutmaßlich rassistischer Beleidigung von Antoine Semenyo bei Premier‑League‑Spiel festgenommen
  • Verein und Polizei arbeiten eng zusammen
  • der Beschuldigte wurde mit Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

Nach Angaben von Merseyside Police wurde während des Premier‑League‑Spiels zwischen Everton und Manchester City ein 71‑jähriger Fan festgenommen, weil er verdächtigt wird, den Manchester‑City‑Stürmer Antoine Semenyo rassistisch beleidigt zu haben. Die Begegnung im Hill Dickinson Stadium endete 3:3. Zuschauer und Ordner hätten berichtet, dass von einem Zuschauer rassistische Beleidigungen gerufen worden seien, woraufhin die Polizei vor Ort einschritt.

Die Festnahme erfolgte noch im Stadion; der Mann aus Nottinghamshire wurde demnach on suspicion of a racially aggravated public order offence in Gewahrsam genommen. Nach einer Anhörung wurde er mit Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Zu diesen Auflagen gehört unter anderem ein Aufenthaltsverbot: Er darf sich bis zu vier Stunden vor Anpfiff, während der Partie und bis zu vier Stunden nach Spielende nicht näher als eine Meile an ausgewiesenen Stadien aufhalten.

Das ist nicht das erste Mal, dass der 26‑jährige Ghana‑Internationale Ziel rassistischer Attacken wurde. In der Saisoneröffnung, als Semenyo noch für Bournemouth spielte, hatte es bereits eine Meldung über rassistische Beleidigungen gegen ihn gegeben. Manchester City würdigte die zügige Reaktion von Everton und der Polizei und bekräftigte, den betroffenen Spielern Unterstützung anzubieten.

Die Ermittlungen der Polizei zu dem Vorfall liefen zum Berichtzeitpunkt weiter. Konkrete Angaben zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen oder weitergehenden Vereinsstrafen wurden bislang nicht gemacht. Klub und Polizei betonten ihre Kooperation, um den Hergang zu rekonstruieren und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten.