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Buckshot aus Waffe des Angeklagten traf Secret‑Service‑Agenten bei Anschlagsversuch, sagt Staatsanwältin

Die US‑Staatsanwältin in Washington teilte mit, dass ein Schrotkorn aus der Mossberg‑Flinte des Angeklagten in die Fasern der kugelsicheren Weste eines Secret‑Service‑Agenten eingewoben gefunden wurde. Der Beschuldigte bleibt in Haft und ist unter anderem wegen versuchter Ermordung des Präsidenten angeklagt.

AP 2 Min Lesezeit
Titelbild: Buckshot aus Waffe des Angeklagten traf Secret‑Service‑Agenten bei Anschlagsversuch, sagt Staatsanwältin
Jeanine Pirro sagte, Ermittler hätten ein Pellet aus der Waffe des Beschuldigten in die Faser der Schutzweste des Agenten eingewoben festgestellt.

Nach Angaben der US‑Staatsanwältin für den District of Columbia traf ein Schrotkorn aus der Mossberg‑Pump‑Action‑Schrotflinte des Angeklagten einen Secret‑Service‑Agenten. Die Staatsanwältin machte deutlich, das Pellet sei in die Fasern der kugelsicheren Weste des Beamten eingewoben worden, wodurch sichergestellt erscheine, dass das Projektil aus der Waffe des Beschuldigten stamme.

Der Vorfall ereignete sich am 25. April in einem Hotel in Washington, als der Beschuldigte versuchte, mit Waffen und Messern in den Saal des White House Correspondents’ Dinner vorzudringen. Der Agent überlebte die Schussverletzung; der Angeklagte Cole Tomas Allen wurde während des Einsatzes verletzt, jedoch nicht durch einen Schuss. Allen bleibt in Haft und soll sich vor Gericht verantworten.

Allen ist unter anderem wegen versuchter Ermordung des Präsidenten sowie wegen weiterer Waffenverstöße angeklagt. Für die Anklage wegen versuchter Ermordung droht ihm im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft legte in Gerichtsdokumenten Beweismaterial vor, darunter Bilder der sichergestellten Waffen und der Munition.

Zugleich teilten Verteidiger des Angeklagten dem Gericht in einer Einreichung mit, Allen befinde sich nicht länger unter Suizidbeobachtung, und beantragten den Rückzug eines entsprechenden Antrags. Die Staatsanwältin veröffentlichte zudem ein Video in sozialen Medien, das den Moment zeigt, in dem der bewaffnete Mann nach Behördenangaben versuchte, in den Gala‑Saal zu gelangen.

In den Tagen nach dem Angriff hatten Fragen darüber bestanden, ob das den Agenten treffende Projektil von einer anderen Waffe stammte oder durch sogenanntes Friendly Fire verursacht worden sei. Die Darstellung der Staatsanwältin zielte darauf ab, diese Unsicherheit zu beseitigen, indem sie die Herkunft des Schrotkorns konkretisierte. Vertreter Allens waren für eine Stellungnahme telefonisch nicht erreichbar.