Benzin in den USA seit Beginn des Iran‑Kriegs rund 50% teurer
AAA meldet Durchschnittspreis von 4,48 Dollar pro Gallone; Engpass in der Straße von Hormuz treibt Rohöl- und Benzinpreise stark nach oben
- Durchschnittspreis für eine Gallone Regular stieg binnen Woche um 31 Cent
- IEA sieht größte Angebotsstörung in der Ölgeschichte.
Nach Angaben von AAA kletterte der Durchschnittspreis für eine Gallone Regular‑Benzin in den USA binnen einer Woche um 31 Cent auf 4,48 Dollar. Das bedeutet einen Anstieg von etwa 50 Prozent seit Beginn des Kriegs mit Iran. Für Autofahrer hat das spürbare Folgen: Die Belastung an den Zapfsäulen ist binnen kurzer Zeit deutlich gewachsen, nachdem die Preise in den vergangenen Wochen bereits volatil waren.
Im Mittelpunkt der Preisentwicklung steht die Störung der globalen Öllieferketten infolge des Konflikts. Die Straße von Hormuz, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Rohöls transportiert wird, war de facto weitgehend blockiert; Tanker konnten deshalb nicht wie üblich liefern. Branchenbeobachter bezeichnen das als die bislang größte Angebotsstörung auf dem Ölmarkt, woraufhin die Notierungen für Rohöl kräftig zulegten.
Zugleich wirken sich höhere Rohölpreise direkt auf den Endpreis von Benzin aus. Öl macht einen erheblichen Anteil am Preis an der Zapfsäule, und die Verteuerung des Rohstoffs übertrug sich in den vergangenen Wochen auf Verbraucherpreise. Die US‑Energy Information Administration hatte bereits 2025 darauf hingewiesen, dass Öl rund die Hälfte des Preises einer Gallone Benzin ausmachte; vor diesem Hintergrund trieben steigende Ölnotierungen die Kosten für Kraftstoff weiter nach oben, zeitweise bis zu Kursen von etwa 112 Dollar je Barrel Anfang April.
Marktteilnehmer betonen, dass die Einschränkung der Schifffahrtsroute ein anhaltender Druckfaktor bleibt. Zwischenzeitliche Hoffnungen auf Entspannung während einer kurzzeitigen Waffenruhe senkten die Preise nur vorübergehend, bevor sie wieder anzogen. Beobachter verweisen zudem darauf, dass Rohöl‑ und Benzinpreise in den vergangenen Wochen parallel verliefen, was die Abhängigkeit der Endverbraucherpreise vom Ölmarkt unterstreicht.