Trump droht Iran mit Zerstörung 'in einer Nacht' und kündigt massive Militärschläge an
Kurz vor Ablauf einer von Washington gesetzten Frist verschärft US‑Präsident Trump die Drohkulisse, schildert eine großangelegte Rettungsaktion für einen abgeschossenen Piloten und nennt mögliche Ziele für Vergeltungsschläge.
- US‑Administration droht Teheran mit massiven Angriffen
- Iran weist befristeten Waffenstillstand zurück und fordert ein dauerhaftes Ende des Krieges.
Nach Angaben des Weißen Hauses hat US‑Präsident Donald Trump offen damit gedroht, Iran «in einer Nacht» aus dem Gefüge zu nehmen, falls laufende Verhandlungen scheitern. Die Äußerung fiel bei einer Pressekonferenz kurz vor Ablauf einer von Washington gesetzten Frist und stellt eine markante Zuspitzung in der bisherigen Rhetorik dar.
Zugleich kündigten ranghohe US‑Vertreter eine Ausweitung der militärischen Maßnahmen an. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, die Zahl der Angriffe habe zugenommen; an diesem Tag sei das größte Volumen an Luftschlägen seit Beginn der Kampfhandlungen geflogen worden, und für den Folgetag seien noch umfangreichere Aktionen geplant. Trump nannte zudem mögliche Angriffskategorien und erwähnte die Option, iranische Kraftwerke und kritische Infrastruktur ins Visier zu nehmen, falls keine Einigung erzielt werde.
In einem weiteren Schritt drohte das Weiße Haus mit rechtlichen Konsequenzen gegen ein Medienunternehmen, das Details des Zwischenfalls veröffentlicht habe. Der Präsident forderte die Offenlegung interner Informanten und deutete an, strafrechtliche Schritte zu erwägen, falls Informanten nicht benannt würden.
Unterdessen lehnt Teheran ein vorgeschlagenes 45‑tägiges Waffenstillstandsangebot ab und verlangt stattdessen ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen sowie Garantien gegen künftige Angriffe. Die iranische Führung übermittelte ihre Position über einen Vermittler; die Mitteilung enthielt demnach ein Paket mit Vorschlägen zu Wiederaufbau und zur Aufhebung von Sanktionen. Die Ablehnung fällt zusammen mit Berichten über eine neue Welle von Angriffen, bei der regionalen Stellen zufolge mehr als 25 Menschen getötet wurden.
Gleichzeitig meldeten iranische und israelische Stellen Schläge gegen wirtschaftlich und wissenschaftlich relevante Ziele, darunter ein Gebäude für Informations‑ und Kommunikationstechnik an einer technischen Universität sowie eine petrochemische Anlage im Südpars‑Erdgasfeld. Nach Angaben beteiligter Stellen wurden bei Letzterem zwei Kommandeure der Revolutionsgarde getötet. Diese Ziele gelten als strategisch wichtig für Irans Energieerträge und damit auch für die zivile Stromversorgung.
Die Kombination aus direkter Drohung des US‑Präsidenten, der Ankündigung ausgeweiteter Luftschläge und der Zurückweisung eines begrenzten Waffenstillstands durch Iran erhöht die Gefahr weiterer militärischer Eskalationen. Beobachter bewerten die Lage als ausgesprochen angespannt, während die gesetzte Frist in die finale Phase geht.