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Trump scheitert vorerst mit Wiederöffnung der Straße von Hormus – Iran setzt Blockade erneut durch

Nach anfänglicher Zuversicht verschlechtert sich die Lage: Teheran schließt die Meerenge erneut, iranische Kräfte beschießen Handelsschiffe. Das Weiße Haus berief ein Lagezentrum ein.

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Titelbild: Trump scheitert vorerst mit Wiederöffnung der Straße von Hormus – Iran setzt Blockade erneut durch
  • Teheran verhängte wieder eine Blockade, während in Washington Krisengespräche laufen
  • Berichte melden Angriffe auf Handelsschiffe.

Nach Angaben sind die Hoffnungen von US-Präsident Donald Trump auf eine schnelle Wiederöffnung der Straße von Hormus vorerst zunichte. Teheran habe die strategisch wichtige Meerenge, die zentral für milliardenschwere Öltransporte ist, erneut geschlossen, nachdem der Präsident zuvor erklärt hatte, die US-Blockade iranischer Häfen werde bestehen bleiben, bis eine vollständige Übereinkunft erreicht sei.

Zugleich meldete eine britische maritime Stelle, dass Schiffe der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) auf einen Tanker geschossen hätten, als dieser versuchte, die Wasserstraße zu passieren. Separat wurde berichtet, dass ein unter indischer Flagge fahrendes Schiff mit Rohöl an Bord in dem Gebiet attackiert worden sei. Diese Vorfälle markieren einen abrupten Rückschlag zu Trumps öffentlichen Beteuerungen vom Vortag, wonach Iran zugesagt habe, die Meerenge nicht mehr zu schließen.

In einer Reihe von Social‑Media‑Posts hatte der Präsident zuvor einen vermeintlichen Durchbruch verkündet und erklärt, die Blockade werde bestehen bleiben, bis die Transaktion mit Iran zu 100 Prozent abgeschlossen sei. Er schrieb zudem, Präsident Xi sei sehr zufrieden, dass die Straße von Hormus offen und/oder rasch dabei sei, sich zu öffnen, und stellte die Entwicklung als positiv für ein bevorstehendes Gipfeltreffen dar. Die iranische Seite kehrte den Angaben zufolge jedoch zurück und kündigte an, den vollständigen Stillstand des kommerziellen Schiffsverkehrs wieder einzuführen.

Die schnelle Wendung von optimistischen Ankündigungen zu unmittelbaren Gefechten in der Meerenge hat in Washington, in europäischen Hauptstädten und an den globalen Märkten Besorgnis ausgelöst. In Reaktion auf die Eskalation berief das Weiße Haus ein Lagezentrum ein, um die Krise um die Straße von Hormus und die laufenden Verhandlungen mit Teheran zu beraten.