Trump: US‑Iran‑Waffenruhe steht nach Teherans Gegenvorschlag 'auf der Intensivstation'
US‑Präsident Donald Trump bezeichnete die einmonatige Waffenruhe mit Iran als 'unglaublich schwach' und wies Teherans Gegenvorschlag als inakzeptabel zurück.
Nach Angaben des US‑Präsidenten ist die seit Anfang April geltende Waffenruhe mit dem Iran nach Teherans Antwort praktisch am Ende. Donald Trump sagte im Oval Office, die Vereinbarung liege auf der Intensivstation und die Gegenschrift aus Teheran sei für ihn völlig inakzeptabel. Damit stellte er die Perspektiven für eine baldige Wiederbelebung der Übereinkunft in Frage.
Die Vereinbarung war Mitte April in Kraft getreten, nachdem der Präsident mit scharfen Worten gedroht hatte, Irans Zivilisation zu zerstören, falls kein Abkommen erzielt werde. Ursprünglich auf zwei Wochen angelegt, hatte Trump die truce am 21. April einseitig verlängert. Von Anfang an sei das Abkommen fragil gewesen, sagte er, weil beide Seiten wiederholt gegenseitige Verstöße beklagt hätten.
Zugleich betonte Trump, die Waffenruhe habe die Gewalt nicht umfassend gestoppt. In den vergangenen Tagen seien unter anderem Angriffe in der Straße von Hormus verzeichnet worden, zudem habe es Gefechte zwischen US‑Einheiten und iranischen Kräften gegeben. Das Pentagon habe demnach zwei ölgetriebene Schiffe unter iranischer Flagge angegriffen, und auch ein Angriff Irans auf die Vereinigten Arabischen Emirate wurde gemeldet. Diese Vorfälle schwächten nach Trumps Darstellung die Wirksamkeit des Waffenstillstands erheblich.
Inzwischen verwies der Präsident auf eine Reihe von Bedingungen, die er an das Abkommen geknüpft habe, darunter die sofortige Wiederöffnung der Straße von Hormus. Weil der Seeverkehr dort nicht auf Vorkriegsniveau zurückgekehrt sei, ordnete er eine US‑Marineblockade im Golf von Oman an, um das Ein‑ und Auslaufen aus iranischen Häfen zu verhindern. Diese Maßnahme solle offenbar Druck auf Teheran ausüben, die vereinbarten Bedingungen zu erfüllen.
Daneben erklärte Trump in einem Beitrag auf seiner Social‑Media‑Plattform, er habe Teherans Antwort erhalten und halte sie für total unakzeptabel. Die US‑Regierung hatte zuvor auf eine Rückmeldung zu einem Vorschlag gewartet, der ein Ende der Feindseligkeiten und Verhandlungen über das iranische Atomprogramm vorsah. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Vorfälle bleibt die Zukunft der Waffenruhe nach seinen Worten äußerst unsicher.