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Was ist Russlands Oreshnik-Rakete?

Moskau bestätigt den Einsatz des als nuklearfähig beschriebenen Mittelstreckenballistischen Geschosses, das Russland als schwer abfangbar darstellt.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Was ist Russlands Oreshnik-Rakete?
Die Oreshnik gilt in Russland als modernes, mobiles Mittelstreckenwaffensystem mit angeblicher Hyperschall-Geschwindigkeit und nuklearer Kapazität.

Nach Angaben aus Moskau wurde die Oreshnik-Rakete in nächtlichen Angriffen auf Ziele in der Ukraine eingesetzt und rückt damit erneut ins Zentrum internationaler Kritik. Russischen Stellen zufolge handelt es sich um ein nuklearfähiges, mittelstreckenballistisches System, das wegen seiner Konstruktion Entfernungen über mehrere tausend Kilometer überwinden könne. Der Name Oreshnik leitet sich vom russischen Wort für Haselnussbaum ab.

Zugleich betont Moskau die hohe Geschwindigkeit des Geschosses und spricht von Reisegeschwindigkeiten in der Größenordnung von Mach 10. Diese Eigenschaft wird als Erklärung dafür genannt, weshalb moderne Luftabwehrsysteme das Verhalten des Gefechtskopfs angeblich nur schwer erfassen und bekämpfen könnten. Gleichzeitig verweisen unabhängige Experten darauf, dass Wiedereintrittsfahrzeuge ballistischer Raketen routinemäßig Hyperschallgeschwindigkeiten erreichen können, ohne dass daraus automatisch eine völlig neue Waffenkategorie folgt.

Nach dem Schritt zur Herstellung und Erprobung beschreibt das US-Verteidigungsministerium die Oreshnik als ein experimentelles System, das auf der Grundlage der RS-26 Rubezh entwickelt worden sei, einer straßenmobilen ballistischen Rakete. Russlands Führung widerspricht dem Bild einer simplen Weiterentwicklung sowjetischer Technik und hebt hervor, die Oreshnik sei eine neu entwickelte Waffe, deren Entwicklung nach einem Auftrag aus dem Jahr 2023 vorangetrieben worden sei.