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Zunehmender Vorstoß US-Bundesstaaten für Millionärssteuern — Washington erwägt eigenes Modell

Befürworter drängen auf neue Abgaben für sehr hohe Einkommen; in Washington hat das Repräsentantenhaus einen Gesetzesentwurf angenommen, der eine Steuer auf Jahreseinkommen über 1 Million Dollar vorsieht.

AP / JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Zunehmender Vorstoß US-Bundesstaaten für Millionärssteuern — Washington erwägt eigenes Modell
  • Mehrere Bundesstaaten prüfen Schritte, um hohe Einkommen stärker zu besteuern
  • Washington könnte als nächster demokratisch regierter Staat eine Millionärssteuer einführen.

Befürworter in mehreren US-Bundesstaaten treiben Initiativen voran, die sehr wohlhabende Haushalte stärker besteuern sollen. In Massachusetts, Kalifornien, Maryland, Minnesota und New Jersey wurden bereits Maßnahmen in diese Richtung umgesetzt oder diskutiert.

In Washington debattiert die demokratisch dominierte Legislative über einen Entwurf, der eine jährliche Steuer von nahezu 10 Prozent auf persönliche Einkünfte über 1 Million US-Dollar vorsieht. Das Repräsentantenhaus verabschiedete die Vorlage nach einer langen Sitzung; der Text soll erneut dem Senat vorgelegt werden, nachdem dieser zuvor eine Version passiert hatte.

Der Plan sieht vor, die Mehreinnahmen für kostenlose K‑12-Schulverpflegung, Kinderbetreuung, eine Steuerentlastung für Familien und die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Körperpflegeartikel zu verwenden. Gouverneur Bob Ferguson hat Unterstützung signalisiert, falls das Parlament die verabschiedete Fassung noch vor Sitzungsende an ihn weiterleitet.

Befürworter verweisen auf wachsende Unzufriedenheit über Lohn- und Vermögensungleichheit seit der COVID‑19-Pandemie. Kritiker, darunter einige republikanische Abgeordnete und Unternehmer, warnen vor negativen Folgen für Unternehmen und Investitionen und bezeichnen Steuererhöhungen auf hohe Einkommen nicht als Allheilmittel für Haushaltsprobleme.