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Abgewählter Republikaner Thomas Massie: Trump habe Wähler entfremdet und riskiere Niederlagen im November

Der konservative Abgeordnete warnt nach seiner Niederlage in der Vorwahl, Trumps Politik habe Teile der Basis entfremdet und könne den Republikanern bei den Zwischenwahlen schaden.

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Titelbild: Abgewählter Republikaner Thomas Massie: Trump habe Wähler entfremdet und riskiere Niederlagen im November
Massie sieht mehrere Kernwählerschichten durch Trumps Kurs vergrault und prophezeit seiner Partei im Herbst Verluste.

Nach Angaben des aus der Vorwahl gedrängten Republikaners Thomas Massie droht die Partei von Donald Trump bei den Kongresswahlen im November Verluste. Massie, dessen Herausforderer von Trump unterstützt wurde und der diese Woche seine Vorwahl verlor, sagte in einem Interview, viele der Wähler, die 2024 für Trump gestimmt hätten, fühlten sich inzwischen von der Partei ausgeschlossen.

Im Mittelpunkt seiner Kritik steht die Befürchtung, dass verschiedene Lager innerhalb der konservativen Basis abgeschreckt worden seien. Massie nannte Gesundheitsreform‑Befürworter, fiskalisch orientierte Wähler, die umfangreiche Ausgabenkürzungen fordern, sowie Bürger, die gegen weitere Auslandseinsätze seien. Diese Gruppen könnten ihm zufolge aufgrund der Politik der Führung bestreikt sein und bei den Zwischenwahlen ausbleiben oder anders wählen.

Zugleich betonte der Abgeordnete aus Kentucky, der bis Jahresende im Repräsentantenhaus verbleibt, er bereue seine kritischen Haltungen gegenüber dem Präsidenten nicht. Er kündigte an, weiterhin politisch aktiv zu bleiben und Prinzipien über Parteidisziplin zu stellen. Massie machte die von ihm unterstützte Freigabe der Jeffrey‑Epstein‑Akten unter anderem zu einem Grund für den Widerstand in der Partei gegen ihn und sagte, gerade dieses Engagement habe zu seiner Ausgrenzung beigetragen.

Inzwischen sieht Massie in seiner Niederlage ein Muster: Er sei vom Establishment und loyalen Kräften gezielt angegriffen worden, als er an Einfluss gewonnen habe. Er warnte davor, dass die gezielte Entfernung von Abgeordneten, die sich vom Präsidenten abgesetzt hätten, die Partei im Herbst schwächen könne. Massie sagte, die Vorwahlpleite zeige, wie innerparteiliche Machtspiele und Loyalitätsforderungen die politische Stimmung innerhalb der republikanischen Basis verändern können.

Daneben machte Massie deutlich, dass er weiter auf politische Wirkung zielt, auch wenn dies künftig von außen geschehe. Er erklärte, seine Entscheidungen seien bewusst und nicht bereut; sie dienten seiner Auffassung nach Prinzipien und nicht parteipolitischer Gefügigkeit. Die von ihm prognostizierte Entfremdung bestimmter Wählergruppen bezeichnete er als ernstzunehmendes Risiko für die republikanischen Aussichten bei den Zwischenwahlen.