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Angeblicher Alabama‑Neo‑Nazi plante laut Zeugenaussage, Journalistin »vom Brett zu nehmen«

Bei einer Haftprüfungs-Anhörung sagte ein Ermittler, der Angeklagte habe in verschlüsselter Sprache angedeutet, eine Journalistin müsse »vom Brett genommen« werden; der Beschuldigte war zuvor in einer verdeckten Ermittlung festgenommen worden.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Angeblicher Alabama‑Neo‑Nazi plante laut Zeugenaussage, Journalistin »vom Brett zu nehmen«
  • Gerichtsaussagen zufolge bezeichnete der Angeklagte eine Reporterin als »Bauer«, den es zu »entfernen« gelte
  • die Staatsanwaltschaft sprach von einem vereitelten Mordplan.

Nach Angaben der vorliegenden Gerichtsaussagen soll Aiden Daniel Cuevas einem verdeckten Ermittler im November 2024 gesagt haben, eine Journalistin sei ein »Bauer« oder »Spielstein«, der »vom Brett genommen« werden müsse. Diese Äußerung trug Chris Hluzek, Ermittler der Polizei Huntsville und Mitglied einer gemeinsamen Terrorismus‑Taskforce des FBI, während einer Haftprüfungs‑Anhörung im Januar vor Gericht vor.

Zugleich erklärte Hluzek dem Protokoll zufolge, der verdeckte Ermittler habe nachgefragt, ob Cuevas lediglich Drohungen wie Doxing oder Belästigung gemeint habe. Cuevas soll darauf geantwortet haben: »Was nützt es, einen Bauer zu belästigen und ihn nicht zu entfernen?« Die Staatsanwaltschaft wertete diese »kodierte« Formulierung als Hinweis auf die Absicht, die Journalistin zu töten; ein Assistant US Attorney bezeichnete den Vorgang in der Verhandlung als einen vereitelten Mordplan.

Der Fall ist Teil einer länger laufenden verdeckten Ermittlung, in deren Verlauf Cuevas im Januar festgenommen worden sei, nachdem er einem verdeckten Ermittler mutmaßlich 1.500 US‑Dollar für drei automatisch schussfähige Waffen und drei Pistolen im Glock‑Stil mit entfernten Seriennummern gezahlt haben soll. Ein weiterer Beschuldigter, Andrew Cole Nary, der bei dem Waffenkauf anwesend gewesen sein soll, wurde ebenfalls festgenommen; beiden werden Verschwörung zum illegalen Waffenhandel vorgeworfen.

Ermittler identifizieren Cuevas als Gründer der sogenannten North Bama Brigade, einer Abspaltung der Jugendgruppe 2119 Crew, die dem aktiven neo‑nazistischen Clubmilieu zugeordnet wird. Hluzek berichtete, Cuevas habe dem verdeckten Ermittler Pläne genannt, in Nord‑Alabama Einflusszonen aufzubauen und paramilitärisches Training zu organisieren, einschließlich urbaner Angriffs‑Ausbildung mit Fokus auf so genannte »high value targets«. Zudem habe Cuevas erklärt, er wolle in verschiedenen Gemeinden Führungspositionen etablieren.

Die namentlich ungenannte Journalistin hatte zuvor über Cuevas und andere junge Angehörige weißer supremacistisch geprägter Gruppen berichtet. Daneben dokumentieren die vorgelegten Aussagen eine Eskalationsbereitschaft einzelner Beschuldigter und unterstreichen die konkrete Gefahr, der Medienschaffende beim Berichten über rechtsextreme Milieus ausgesetzt sein können.