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Angeklagter gesteht Feuerbombenanschlag auf pro‑israelische Demonstranten in Colorado

Mohamed Sabry Soliman hat sich vor dem Boulder County District Court schuldig bekannt; Opferzahl und Umstände beziehen sich auf eine Demonstration im Juni 2025.

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Titelbild: Angeklagter gesteht Feuerbombenanschlag auf pro‑israelische Demonstranten in Colorado
  • Ein Angeklagter räumt Schuld an einem tödlichen Molotow‑Cocktailanschlag bei einer Kundgebung in Boulder ein
  • ein gesondertes Bundesverfahren wegen Hassverbrechens läuft noch.

Nach Angaben der Gerichtsverhandlung hat Mohamed Sabry Soliman sich im Boulder County District Court schuldig bekannt, an dem Feuerbombenanschlag beteiligt gewesen zu sein, der im Juni 2025 eine pro‑israelische Demonstration in der Innenstadt von Boulder traf. Bei dem Angriff wurde eine 82‑jährige Frau schwer verletzt; sie starb später an den Folgen. Rund ein Dutzend weitere Teilnehmer erlitten Verletzungen.

Im Mittelpunkt des bisherigen Verfahrens steht das am Donnerstag abgelegte Geständnis, das Soliman einer möglichen Verurteilung mit lebenslanger Haft ohne Bewährung gegenüberstellt. Seine Verteidigung hatte zuvor in einem verbundenen Bundesverfahren angekündigt, dass er ein Schuldgeständnis abgeben werde. Parallel dazu hat Soliman in dem Bundesprozess wegen der vorgeworfenen Hassverbrechen nicht schuldig plädiert.

Nach dem Schritt der Ermittler soll Soliman den Anschlag demnach über etwa ein Jahr geplant haben. Die Gerichtsunterlagen legen nahe, dass er mit mehreren Molotow‑Cocktails zum Ort der Kundgebung gekommen sei und dort zwei dieser Brandsätze geworfen habe, während er laut Darstellung der Ermittler Free Palestine! gerufen habe. Die Bundesanwaltschaft führt an, die Opfer gezielt wegen ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Verbindung zu Israel angegriffen zu haben.

Zugleich geben die Behörden an, Soliman sei ägyptischer Staatsangehöriger und habe ohne gültige Aufenthaltsdokumente in den USA gelebt. Demnach war er 2022 mit seiner Frau und fünf Kindern aus Kuwait in die Vereinigten Staaten gezogen und hatte in Colorado Springs in einer Zwei‑Zimmer‑Wohnung gelebt sowie verschiedene gering bezahlte Tätigkeiten ausgeübt.

Daneben bleiben viele Details des weiteren Verfahrens offen; bislang wurden keine zusätzlichen Angaben zu einem möglichen Strafmaß oder zu weiteren Beweiserhebungen veröffentlicht. Die Aktenlage beschreibt den bisherigen Stand der Anklagen, des Geständnisses und der Ermittlungen, die nun in mehreren Instanzen fortgesetzt werden.