JKCM News
Startseite
Amerika

Mann gesteht Mord nach Brandanschlag auf Pro‑Israel‑Demonstration in Boulder

Mohamed Sabry Soliman gestand in einem Gerichtsverfahren in Boulder mehrere Anklagepunkte; ein 82‑jähriger Demonstrationsteilnehmer starb, rund ein Dutzend weitere wurden verletzt.

JKCM News 1 Min Lesezeit
Titelbild: Mann gesteht Mord nach Brandanschlag auf Pro‑Israel‑Demonstration in Boulder
  • Dem Angeklagten droht in der Landesverhandlung lebenslange Haft ohne Bewährung
  • in einer parallelen Bundesanklage bleiben Fragen zu Hassverbrechen und einer möglichen Todesstrafe offen.

Nach Angaben vor Gericht hat Mohamed Sabry Soliman am Donnerstag in einem Boulder County District Court Schuld an Mord und weiteren Anklagen zugegeben. Gegenstand der Vorwürfe ist ein Brandanschlag während einer Pro‑Israel‑Demonstration im Juni 2025 in der Fußgängerzone von Boulder.

Im Mittelpunkt der Anklage steht der Tod eines 82‑jährigen Teilnehmers, der nach dem Angriff an seinen Verletzungen verstarb. Mindestens ein Dutzend weitere Menschen erlitten Verletzungen. Staatsanwälte führen die Attacke auf Molotow‑Cocktails zurück, die der Angeklagte den Ermittlungen zufolge mit sich geführt und geworfen haben soll.

Nach dem Schritt, der in der Landesanklage zum Geständnis führte, sieht die Strafandrohung eine mögliche lebenslange Freiheitsstrafe ohne Aussicht auf Bewährung vor. Zugleich läuft eine separate Bundesverhandlung; dort sind weitere Entscheidungen zu erwarten, die zusätzliche juristische Konsequenzen nach sich ziehen könnten und offenlassen, ob Anklagen wegen Hassverbrechen erhoben oder das Strafmaß weiter verschärft werden.

In den Vernehmungen und Ermittlungen zeichnet sich ein Hintergrundbild: Soliman, ein ägyptischer Staatsangehöriger, soll ohne gültige Aufenthaltsdokumente in den USA gelebt haben. Er war 2022 mit seiner Frau und fünf Kindern aus Kuwait in die Vereinigten Staaten gezogen und habe in verschiedenen schlecht bezahlten Tätigkeiten gearbeitet, heißt es in den Ermittlungsunterlagen. Den Behörden zufolge plante er den Anschlag über einen Zeitraum von etwa einem Jahr und habe die Tat gezielt gegen Teilnehmer der Kundgebung gerichtet.