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Arbeiter am SoFi Stadium drohen mit Streik während der Fußball‑WM wegen ICE und Arbeitsbedingungen

Die Gewerkschaft Unite Here verlangt bessere Arbeitsbedingungen, eine öffentliche Absage an Einsätze von ICE und Maßnahmen gegen Wohnungsnot für Hospitality‑Beschäftigte am SoFi Stadium.

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Titelbild: Arbeiter am SoFi Stadium drohen mit Streik während der Fußball‑WM wegen ICE und Arbeitsbedingungen
Unite Here fordert von FIFA und Stadionbesitzer konkrete Zusagen zu Löhnen, Arbeitsbedingungen und der Rolle von ICE bei den Spielen.

Nach Angaben von Unite Here drohen Hospitality‑Arbeiter am SoFi Stadium in Los Angeles mit einem Streik während der anstehenden Fußball‑WM, sollten ihre Forderungen unbeantwortet bleiben. Die Gewerkschaft vertritt nach eigenen Angaben rund 2.000 Beschäftigte, die bei acht Spielen im Stadion eingesetzt werden sollen. In einem Schreiben an FIFA‑Präsident Gianni Infantino und Stadionbesitzer Stan Kroenke machte Co‑Präsident Kurt Petersen deutlich, dass die Beschäftigten nicht bereit seien, ihre Rechte und Sicherheit zu opfern, während die Welt zusieht.

Im Mittelpunkt des Forderungskatalogs stehen faire Arbeitspraktiken und Lohnschutz. Petersen bezog sich in dem Schreiben auf frühere Vorwürfe von Lohnraub bei früheren Turnieren und verlangte verbindliche Mechanismen, die Ausbeutung verhindern sollen. Zugleich forderte die Gewerkschaft Garantien für sichere Arbeitsbedingungen und transparente Regelungen zu Bezahlung und Schichten, damit die Beschäftigten nicht übervorteilt werden, wenn der Veranstaltungsbetrieb auf Hochtouren läuft.

Daneben stellte Petersen die Präsenz der US‑Einwanderungsbehörde ICE während des Turniers zur Debatte und forderte eine öffentliche Erklärung, dass ICE in der Stadt und bei den Matches nichts zu suchen habe. In seinem Schreiben verband er diesen Punkt mit stadtpolitischen Anliegen: Airbnb nannte er als einen Faktor, der den Druck auf den Wohnungsmarkt in Los Angeles verstärke, und forderte, die Zusammenarbeit mit dem Kurzzeitvermieter zu beenden sowie stattdessen in einen Wohnungsfonds für Beschäftigte zu investieren. Unterdessen betonte die Gewerkschaft, dass Beschäftigte nicht nur faire Löhne, sondern auch eine bezahlbare Lebensgrundlage in der Stadt benötigen.

Nach dem Schritt, die Forderungen öffentlich zu machen, richtete sich die Botschaft ausdrücklich an FIFA und den Stadionbesitzer. Die Unite Here‑Aktion verbindet arbeitsrechtliche Ansprüche mit Forderungen nach sozialer Verantwortung in der Gastgeberstadt. Bislang liegen keine öffentlichen Antworten von FIFA oder Stan Kroenke auf das Schreiben vor; die Gewerkschaft macht jedoch klar, dass sie zu Protesten oder Arbeitsniederlegungen greifen werde, falls ihre Kernforderungen nicht erfüllt werden.