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Kritik an US‑Plan: Trump‑Regierung will PFAS‑Trinkwasserregeln kippen und auf Zerstörungstechnologien setzen

Die EPA plant, strenge Biden‑Ära‑Grenzwerte für vier PFAS‑Verbindungen zurückzunehmen und die Einführung von Regeln für zwei weitere zu verschieben. Stattdessen setzt die Regierung auf große Investitionen in Technologien zur Vernichtung der sogenannten Forever Chemicals.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Kritik an US‑Plan: Trump‑Regierung will PFAS‑Trinkwasserregeln kippen und auf Zerstörungstechnologien setzen
Umweltschützer kritisieren, die Strategie verlagere die Verantwortung auf unbewiesene Technologien und verschaffe der Industrie Vorteile, während gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung bestehen blieben.

Nach Angaben der US‑Umweltbehörde will die Regierung die strengen Trinkwassergrenzwerte für vier PFAS‑Verbindungen aus der Vorgängerregierung aufheben und die Einführung von Limits für zwei weitere Stoffe verzögern. Die EPA präsentierte stattdessen eine Strategie, die auf die Förderung großtechnischer Zerstörungsverfahren setzt und Investitionen in Industrieprojekte betont, mit denen PFAS im großen Maßstab vernichtet werden sollen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Aussagen von EPA‑Chef Lee Zeldin und Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., die den Fortschritt bei industriellen Vernichtungstechnologien hervorhoben und Firmenleistungen lobten. Die Behörden erklärten, dass technische Lösungen künftig die Notwendigkeit strenger Trinkwasserregeln reduzieren könnten, und stellten die Suche nach praktikablen Zerstörungsverfahren als Kern der neuen Politik dar.

Gegner sehen darin eine gefährliche Verlagerung der Prioritäten. Ehemalige EPA‑Wissenschaftlerin Kyla Bennett und Umweltorganisationen wiesen darauf hin, dass bislang keine Technologien verfügbar sind, die PFAS zuverlässig und vollständig auf industriellem Niveau zerstören. Kritik richtet sich zudem gegen Verfahren wie Verbrennung oder thermische Oxidation, die die Moleküle nur in kleinere Fragmente aufspalten könnten, deren Gesundheitsrisiken derzeit unzureichend verstanden sind.

Daneben bleiben zentrale Fragen offen: die Nachweisbarkeit von Abbauprodukten, die Langzeitwirkung möglicher Zwischenprodukte und die praktische Umsetzbarkeit großmaßstäblicher Vernichtungsverfahren. Bis reproduzierbare, belastbare Technologien vorliegen, fordern Wissenschaftler und Aktivisten den Erhalt strenger Trinkwasserlimits und eine konsequente Reduktion von Produktion und Emissionen, um Bevölkerung und Ökosysteme zu schützen.