JKCM News
Startseite
Amerika

Konfrontation zwischen Demonstranten und ICE‑Agenten vor New Jersey‑Abschiebezentrum

Vor Delaney Hall in Newark eskalierte die Lage, als Demonstranten versuchten, die Verlegung eines Hungerstreikenden zu blockieren; Aktivisten berichten von Pfefferspray‑ und Schlagstockeinsatz, Behörden nennen Barrikaden und gestörte Abläufe.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Konfrontation zwischen Demonstranten und ICE‑Agenten vor New Jersey‑Abschiebezentrum
  • Aktivisten werfen ICE Gewalt bei der Überführung eines Hungerstreikenden vor
  • Behörden erklären, der Transport sei trotz Störungen erfolgreich gewesen.

Nach Angaben von Augenzeugen und Unterstützern kam es in der Nacht zum Montag vor dem Einwanderungsgefängnis Delaney Hall in Newark zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und US‑Immigrationsbeamten. Die Proteste stehen im Zusammenhang mit einem laufenden Hunger‑ und Arbeitsstreik in der Einrichtung; mehrere Insassen hatten sich an dem Arbeitskampf beteiligt und fordern unter anderem die Freilassung älterer und kranker Häftlinge.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand der Versuch, den Inhaftierten Martin Alonso Soto Hernandez zu verlegen. Demonstranten erklärten, sie hätten den Transport blockiert, nachdem sie beobachtet hätten, wie Personen in einen Van gedrängt wurden. Angehörige und Unterstützer, darunter Sotos Ehefrau Gabriela, hätten versucht, den Wagen zu stoppen und sich vor den Zugang geschoben, um die Überführung zu verhindern.

Zugleich berichteten Aktivisten, ICE‑Agenten hätten mit Pfefferspray und Schlagstöcken reagiert; mindestens eine Person sei demnach mit Reizmittel behandelt und eine weitere verletzt worden. Unterstützer beschrieben, wie Menschen auf Bürgersteige geschoben und in parkende Fahrzeuge gedrängt worden seien. Zahlreiche Demonstranten hatten sich seit Freitag vor Delaney Hall versammelt, die Spannungen hätten sich in den frühen Morgenstunden zugespitzt.

Die Department of Homeland Security wies diese Darstellung zurück und schilderte die Lage anders: Demnach hätten rund 125 Personen Eingänge blockiert und Barrikaden errichtet, sodass Ein‑ und Ausgänge unpassierbar geworden seien. DHS erklärte, ICE habe später etwa 70 Personen auseinandergetrieben und die Barrikaden entfernt; Soto Hernandez sei trotz der Störungen in das Elizabeth Contract Detention Facility verlegt worden.

Inzwischen bleibt die Besuchssituation angespannt: DHS teilte mit, die Besuche seien vorsorglich ausgesetzt worden, um die Sicherheit von Personal, Insassen und Besuchern zu gewährleisten. Aktivisten kündigten an, die Proteste vor Delaney Hall fortzusetzen und den Druck auf ICE‑Überstellungspraktiken weiter zu erhöhen.