Bayern nach sieben Toren und Platzverweisen im Halbfinale
Im dramatischen Viertelfinal‑Rückspiel fallen sieben Tore und zwei Platzverweise; Bayern siegt 4:3 und zieht mit 6:4 ins Halbfinale ein.
Nach Angaben entschied Bayern München einen denkwürdigen Champions‑League‑Abend gegen Real Madrid in letzter Minute für sich. Das Rückspiel im Viertelfinale endete 4:3 für die Gastgeber, womit Bayern das Duell mit 6:4 im Gesamtresultat für sich entschied. Die Partie in der Allianz‑Arena bot innerhalb von 90 Minuten eine Mischung aus spektakulären Treffern, individuellen Fehlern und hitzigen Szenen nach dem Abpfiff.
Im Mittelpunkt der frühen Dramatik stand Arda Guler, der bereits nach 35 Sekunden aus rund 25 Metern traf. Das blitzschnelle Tor fiel unmittelbar nach einem missglückten Rückpass von Manuel Neuer und glich die Begegnung zunächst aus. Bayern reagierte jedoch prompt: Aleksandar Pavlovic köpfte wenig später eine Ecke von Joshua Kimmich zum 1:1 ein, was die Anfangsphase weiter anheizte.
Zugleich entwickelte sich eine furiose erste Halbzeit mit insgesamt fünf Treffern, zu denen auch ein Eigentor nach einer Freistoßflanke von Guler sowie Tore von Harry Kane und Kylian Mbappé gehörten. Kane brachte Bayern erneut in Führung und erreichte damit seinen 50. Saisontreffer, bevor Mbappé kurz vor der Pause für Real ausglich und die Spannung weiter steigen ließ. Der Verlauf spiegelte die individuelle Klasse beider Teams und führte zu einer der temporeichsten Anfangsphasen eines Champions‑League‑K.-o.-Spiels.
Unterdessen nutzte Vincent Kompanys Mannschaft die verbleibende Spielzeit konsequent: Bayern traf in den Schlussminuten zweimal spät und sicherte so den Halbfinaleinzug. Für Real Madrid, den Rekordgewinner der Champions League mit 15 Titeln, bedeutete das Ausscheiden das vorzeitige Ende der europäischen Saison. Ehemalige Profis hoben die Bedeutung der Schlussphase hervor; Steve McManaman bezeichnete genau diese Minuten als prägende Episode des Abends.