Best Buy beruft Jason Bonfig zum neuen CEO – Corie Barry scheidet Ende Oktober aus
Der langjährige Manager Jason Bonfig übernimmt am 31. Oktober die Leitung des Elektronikhändlers; Corie Barry bleibt danach sechs Monate als Beraterin.
Nach Angaben von Best Buy wird Jason Bonfig, der seit 27 Jahren für das Unternehmen tätig ist, am 31. Oktober die Position des Chief Executive Officer übernehmen. Er ersetzt damit Corie Barry, die das Unternehmen seit 2019 geführt hat und zum gleichen Datum von ihrer Rolle als CEO zurücktritt. Bonfig, der zum sechsten CEO in der Firmengeschichte wird, soll zugleich in den Vorstand berufen werden.
Im Mittelpunkt von Bonfigs Verantwortungsbereich steht derzeit das Customer-, Produkt- und Fulfillment-Geschäft, zu dem Merchandising, Marketing, Logistik, E‑Commerce und das Werbegeschäft Best Buy Ads gehören. Seine Karriere bei Best Buy begann 1999 als Bestandsanalyst; in den vergangenen Jahren war er an Initiativen beteiligt, darunter der Start eines Drittanbieter-Marktplatzes in den USA, den das Unternehmen als Instrument zur Umsatz- und Ergebnisverbesserung nennt.
Nach dem Schritt in die Geschäftsführung wird Barry dem Konzern für weitere sechs Monate als strategische Beraterin zur Verfügung stehen. Während ihrer fast siebenjährigen Amtszeit führte sie Best Buy durch Phasen mit starken Nachfrageverschiebungen, Lieferkettenproblemen und hoher Inflation; das Management hebt ihr Wirken in diesen Krisenphasen als prägend hervor. Sie hinterlässt ein Unternehmen, das weiterhin vor strukturellen Wachstumsfragen steht.
Zugleich stehen diese Fragen im Zentrum der Begründung für den Führungswechsel: Best Buy hatte bereits Anfang März eine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von 41,2 bis 42,1 Milliarden US-Dollar genannt und erwartet ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 6,30 und 6,60 US-Dollar. Für die vergleichbaren Verkäufe rechnet der Konzern mit einer Entwicklung zwischen minus 1 Prozent und plus 1 Prozent, was die Notwendigkeit unterstreicht, die Verkaufsdynamik wiederzubeleben.
Daneben macht das Unternehmen klar, dass einige der Faktoren, die das Wachstum in den vergangenen Jahren gebremst haben, voraussichtlich bestehen bleiben werden; hierzu zählt es einen verlangsamten Häusermarkt, preisbewusste Konsumenten und geringere Produktinnovationen in einzelnen Warengruppen. Vor diesem Hintergrund sieht der Vorstand in Bonfig den Kandidaten, der mit Erfahrung in verschiedenen Geschäftsbereichen und dem Anspruch, mit Dringlichkeit sowie neuen Ideen zu arbeiten, die Umsätze ankurbeln und zusätzliche Ertragsquellen erschließen kann.