Betty Broderick mit 78 Jahren gestorben – verurteilt für Morde von 1989
Die wegen der Tötung ihres Ex-Mannes und dessen neuer Partnerin verurteilte Betty Broderick ist im Gefängnis gestorben. Zuletzt war sie in ein medizinisches Zentrum verlegt worden.
- Broderick, 1991 wegen zweifachen Totschlags verurteilt, starb im Alter von 78 Jahren
- die Todesursache soll nun offiziell untersucht werden.
Nach Angaben verstarb Betty Broderick im Alter von 78 Jahren, während sie eine lebenslange Haftstrafe in Kalifornien verbüßte. Vertreter der Justizvollzugsbehörde teilten mit, dass Elizabeth A. Broderick am 18. April aus einer Haftanstalt in ein medizinisches Zentrum verlegt worden war; wenige Tage später sei sie gestorben. Bereits kurz nach dem Tod wurde eine formelle Untersuchung durch den zuständigen Coroner angekündigt, ehe abschließende medizinische Befunde vorliegen.
Im Mittelpunkt des Verbrechens stand die Schießerei vom 5. November 1989: Broderick hatte damals ihren Ex-Mann, den Anwalt Dan Broderick, und seine Lebensgefährtin Linda Kolkena in deren Zuhause erschossen. Zwei Jahre später, 1991, sprach ein Gericht sie des zweitgradigen Mordes schuldig; das Urteil lautete auf 32 Jahre bis lebenslänglich. In der Folge wurde der Fall landesweit wahrgenommen und löste intensive öffentliche Debatten aus.
Nach dem Schritt zu weiteren Ermittlungsschritten berichteten Angehörige, dass mehrere Kinder in den Tagen vor ihrem Tod Zeit mit der Mutter verbracht hätten. Der jüngste Sohn erklärte, Broderick sei nach einem Sturz gesundheitlich stark angeschlagen gewesen und habe sich eine Infektion zugezogen, an deren Folgen sie schließlich gestorben sei. Konkrete medizinische Details stehen noch aus, bis die formelle Untersuchung des Coroners abgeschlossen ist.
Zugleich gilt der Fall seit Jahrzehnten als Symbol für eskalierte Scheidungskonflikte; er inspirierte zahlreiche Bücher und Verfilmungen und prägte die öffentliche Wahrnehmung. Mit dem Tod Brodericks schließt sich ein Kapitel, das vor mehr als drei Jahrzehnten für landesweites Aufsehen sorgte und in den Vereinigten Staaten über Jahre hinweg Debatten über Beziehungskonflikte, Opferrolle und Strafzumessung befeuerte.