Der schlimmste Typ von Täter: Pastor in Louisiana wegen Missbrauchs zweier jugendlicher Jungen verurteilt
Ein Pastor aus dem Raum New Orleans wurde von einer Jury wegen wiederholter sexueller Übergriffe auf zwei minderjährige Jungen verurteilt. Ihm drohen bis zu 40 Jahre Haft.
- Terry Reed, 66, setzte laut Anklage biblische Passagen ein, um sexuelle Handlungen mit zwei Teenagern zu rechtfertigen
- die Jury sprach ihn nach kurzer Beratungszeit schuldig.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Jefferson Parish ist ein Gemeindepfarrer aus dem Raum New Orleans von einer Jury des sexuellen Missbrauchs zweier Minderjähriger schuldig gesprochen worden. Terry Reed, 66, wurde am 6. Mai in allen Anklagepunkten für schuldig befunden; die Geschworenen hätten weniger als eine Stunde beraten, teilte die Behörde mit.
Die Anklagen umfassen jeweils zwei Fälle von Vergewaltigung dritten Grades sowie zwei Anklagen wegen Unzucht mit einem Minderjährigen. Ein Opfer begann den Darstellungen zufolge im August 2021 als 16‑Jähriger, Reed zu besuchen und zog später in dessen Haushalt; dort soll Reed den Jugendlichen wiederholt missbraucht haben, bis das Opfer die Taten den Behörden meldete und Reed 2023 festgenommen wurde.
Zugleich meldete sich während der Ermittlungen ein zweiter Teenager, der bereits seit Mai 2011 im Haushalt des Angeklagten gelebt habe und nach Angaben der Staatsanwaltschaft ebenfalls mehrfach sexuelle Übergriffe erlitten habe. Die Anklagebehörde schrieb Reed vor, er habe biblische Stellen genutzt, um sein Verhalten zu normalisieren und zu rechtfertigen. Verteidigung und Nebenkläger widersprachen dieser Darstellung vor Gericht, und mehrere Gemeindemitglieder traten vor Gericht zugunsten Reeds auf.
Der Schuldspruch reiht sich in eine Reihe früherer Verurteilungen ein: Reed räumte 1997 eine Verurteilung wegen unsittlichen Verhaltens mit einem Minderjährigen ein und wurde 2017 wegen ähnlicher Vorwürfe erneut schuldig gesprochen. In beiden früheren Fällen war er auf Bewährung verurteilt worden. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme 2023 habe Reed eigenen Angaben zufolge erklärt, ein Sexualstraftäter zu sein, zugleich aber gesundheitliche Einschränkungen und ein langes Zölibat geltend gemacht.
Das Strafmaß soll am 18. Juni vor Jefferson‑Richter Raymond Steib festgesetzt werden. Für die Vergewaltigung dritten Grades drohen bis zu 25 Jahre Haft; die Verurteilungen wegen Unzucht mit einem Minderjährigen können zusammengenommen eine Freiheitsstrafe von fünf bis 40 Jahren nach sich ziehen, so die Staatsanwaltschaft.
Neben den strafrechtlichen Vorwürfen erinnerten Ermittler an einen früheren Vorfall auf Reeds Grundstück: 2002 starben zwei Jungen im Alter von 12 und 13 Jahren in einem Whirlpool. Behörden konnten damals nicht abschließend klären, ob es sich um Unfall, Fremdverschulden oder andere Ursachen handelte; dieser Fall spielte im jüngsten Prozess keine Rolle.