JKCM News
Startseite
Europa

Burberry führt neuen Bonusplan ein – Chef könnte bis zu £12,2 Mio. verdienen, Firma verschiebt Klimaziel

Burberry meldet Rückkehr in die Gewinnzone, stellt ein neues Bonusmodell für den CEO vor und verschiebt das Ziel für Klimaneutralität auf 2050.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Burberry führt neuen Bonusplan ein – Chef könnte bis zu £12,2 Mio. verdienen, Firma verschiebt Klimaziel
  • Joshua Schulman erhielt im Berichtsjahr £4 Mio.
  • das neue Vergütungspaket kann bei Zielerreichung innerhalb von drei Jahren bis zu £12,2 Mio. erreichen. Burberry verschiebt das Ziel für Klimaneutralität auf 2050.

Nach Angaben des aktuellen Jahresberichts kann der Vorstandsvorsitzende von Burberry, Joshua Schulman, durch ein neues Vergütungssystem in den kommenden Jahren deutlich höhere Zahlungen erhalten. Schulman, im Juli 2024 angeworben, bezog im Jahr bis zum 28. März insgesamt £4 Mio.; das Paket enthielt ein Grundgehalt von £1,2 Mio., eine jährliche Barprämie von £2,3 Mio. sowie £299.000 Umzugshilfe.

Im Mittelpunkt des neuen Entlohnungsrahmens steht ein langfristiger Anreiz, der an operative Kennzahlen und die Entwicklung des Aktienkurses gebunden ist. Burberry nennt ein mögliches Maximum von £12,2 Mio. innerhalb von drei Jahren, sofern anspruchsvolle Leistungsziele erfüllt werden und der Aktienkurs um 50 Prozent steigt. Das Zielvergütungsniveau für das laufende Jahr wird mit £6,4 Mio. angegeben; ab Juli soll das Grundgehalt um drei Prozent auf £1,24 Mio. steigen. Zudem sieht der Plan einen zusätzlichen langfristigen Aktienbonus von bis zu 300 Prozent des Grundgehalts vor, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre.

Zugleich stiegen die Bezüge von Finanzchefin Kate Ferry deutlich: Ihr Gesamtpaket wuchs auf £2,5 Mio. und umfasst eine Barprämie sowie einen langfristigen Bonus. Burberry betont, die Vergütungssysteme seien darauf ausgelegt, Führungskräfte zu binden und im Wettbewerbsumfeld angemessen zu entlohnen; Auszahlungen hingen an anspruchsvollen Leistungskennzahlen, die als Teil der Strategie zur Wiederbelebung der Marke gelten.

Finanziell kehrte Burberry in die Gewinnzone zurück: Für das Jahr bis 28. März meldete der Konzern einen Vorsteuergewinn von £49 Mio., nach einem Verlust von £66 Mio. im Vorjahr. Das Management führt die Verbesserung auf Kostensenkungen von rund £80 Mio., eine Verkleinerung des Filialnetzes und die Rückgewinnung von Kundengruppen in China und Nordamerika durch die Strategie ‚Burberry Forward‘ zurück. Bereinigt blieb der Umsatz bei £2,4 Mrd., während das Unternehmen gleichzeitig das Ziel zur Klimaneutralität verschob und nun auf 2050 ansetzt.

Daneben signalisiert der Jahresbericht eine Anpassung der Klimaziele: Burberry hat das bisherige Ziel zur Nettonull beziehungsweise Netto-Positiv-Wirkung nach hinten verschoben und seine Klimaziele neu justiert. Das Unternehmen erklärt, man habe die Ziele verfeinert, um der besseren Einschätzung von Emissionen entlang der Wertschöpfungskette Rechnung zu tragen und damit die Ambition in Übereinstimmung mit der Bewertung von Klimarisiken für das Geschäft zu halten.