Chef der US Border Patrol Michael Banks tritt mit sofortiger Wirkung zurück
Banks war seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Amt; sein Abgang folgt interner Kontroverse und Führungsturbulenzen im Innenministerium.
- US Border Patrol-Chef Michael Banks tritt mit sofortiger Wirkung zurück
- CBP-Kommissar würdigt seine Dienstzeit.
Nach Angaben US-amerikanischer Medien hat Michael Banks, Chef der US Border Patrol, seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung erklärt. Es ist einfach Zeit, sagte Banks laut eigener Darstellung in einem Interview und kündigte an, die Führung an andere weitergeben zu wollen. Er betonte, er habe die Behörde von einem angeblich chaotischen Zustand zu der sichersten Grenze geführt, die das Land je verzeichnet habe.
Im Mittelpunkt seiner Karriere stand die Rückkehr ins Amt nach der Wiederwahl von Präsident Donald Trump. Banks übernahm die Leitung der Border Patrol in einer Phase intensiver Debatten über Einwanderungs- und Grenzsicherungspolitik. Sein Abschied reiht sich ein in eine Serie von Personalwechseln innerhalb der dort zuständigen Behörden; zuvor war unter anderem die Innenministerin Kristi Noem entlassen worden, und ein prominenter CBP-Kommandeur hatte bereits zurückgetreten.
Zugleich würdigte Rodney Scott, Kommissar von U.S. Customs and Border Protection, Banks' Dienstzeit und gratulierte ihm zu einem zweiten Ruhestand nach einer langen Laufbahn. Scott sagte, die Grenzsituation habe sich während Banks' Amtszeit von einem Zustand der Unordnung zu einer bislang nie dagewesenen Sicherheitslage gewandelt. Er sprach Banks und dessen Familie seine besten Wünsche aus.
Inzwischen überschneiden sich Banks' Rücktritt und anhaltende Debatten über Durchsetzungsmaßnahmen von Border Patrol und Immigration and Customs Enforcement, die bereits im Februar zu einer teilweisen Stilllegung des Innenministeriums führten. Demokratische Abgeordnete hatten damals die Mittel für die Behörde zunächst nicht freigegeben; ein späterer Kompromiss beendete die Teilschließung, sah jedoch keine zusätzlichen Mittel für ICE und CBP vor.
Daneben hatten Medienberichte in den vergangenen Wochen Vorwürfe gegen Banks aufgegriffen. Demnach soll er gegenüber Kolleginnen und Kollegen von früheren Auslandsreisen gesprochen haben, während derer er angeblich Prostitutionsdienste bezahlt habe. Die Beiträge beriefen sich auf mehrere namentlich ungenannte aktuelle und ehemalige Mitarbeitende. Ein Sprecher von CBP erklärte, die Vorwürfe beträfen Vorfälle aus mehr als einem Jahrzehnt, seien bereits geprüft worden und die Angelegenheit gelte als abgeschlossen.