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Chef der US Border Patrol Mike Banks tritt mit sofortiger Wirkung zurück

Mike Banks, seit Trumps Rückkehr im Amt Chef der US Border Patrol, erklärte seinen sofortigen Rücktritt und stellte den Zustand der Grenze als deutlich verbessert dar. Sein Abgang reiht sich in personelle Wechsel im Innenressort ein und folgt Medienberichten über frühere Vorwürfe.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Chef der US Border Patrol Mike Banks tritt mit sofortiger Wirkung zurück
  • Banks sagte, es sei »Zeit«, die Führung abzugeben, und verwies auf eine von ihm beschriebene Rückkehr der Grenze zur Sicherheit
  • CBP-Kommissar Rodney Scott würdigte Banks' Dienst.

Nach Angaben US-amerikanischer Medien hat Mike Banks, Leiter der Border Patrol innerhalb der US-Behörde Customs and Border Protection (CBP), mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. In einem Gespräch mit Fox News sagte Banks, es sei »einfach Zeit«, und erklärte, er wolle die Führung übergeben, nachdem er die Lage an der Grenze nach eigener Darstellung von »Chaos« auf ein bislang unerreichtes Sicherheitsniveau gebracht habe.

Im Mittelpunkt seiner Dienstzeit stand Banks' Rückkehr ins Amt nach der Wiederwahl von Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr. Sein Rücktritt ist der jüngste Personalwechsel im Bereich der US-Grenz- und Einwanderungspolitik; zuvor war das Innenministerium bereits von weiteren Abgängen betroffen, darunter die Entlassung der Innenministerin Kristi Noem und der Rückzug eines prominenten CBP-Kommandeurs, Greg Bovino.

Zugleich würdigte CBP-Kommissar Rodney Scott Banks' langjährige Dienste und gratulierte ihm zu einem zweiten Ruhestand nach seiner Rückkehr in den aktiven Dienst. In einer Stellungnahme schrieb Scott, die Grenze sei unter Banks' Leitung von einem Zustand der Unordnung zu einem bislang rekordverdächtigen Sicherheitsniveau transformiert worden; er wünschte Banks und seiner Familie alles Gute.

Daneben hatten Medienberichte in den Wochen vor dem Rücktritt auch frühere Vorwürfe gegen Banks thematisiert. Sechs Wochen zuvor berichtete der Washington Examiner über Behauptungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, wonach Banks in früheren Führungspositionen mit Angaben über bezahlten Sex geprahlt haben soll. Ob diese Berichte oder interne politische Erwägungen unmittelbar zum Rücktritt geführt haben, geht aus den verfügbaren Meldungen nicht hervor.

Inzwischen wurde in Berichten zudem auf eine zeitweise Teilschließung des Department of Homeland Security hingewiesen, die aus Streitigkeiten über die Finanzierung der Einwanderungsbehörden resultierte. CBP machte in den zitierten Stellungnahmen keine Angaben zu einer konkreten Übergangsregelung bei der Border Patrol oder zu einem Nachfolger; Banks sagte, er wolle nun Zeit mit seiner Familie verbringen und sein langes Dienstverhältnis beenden.