Cheniere erhöht Aktienrückkauf auf über 10 Mrd. Dollar bis 2030 nach starkem Q4
Cheniere hat eine neue Aktienrückkauf-Ermächtigung von über 10 Milliarden Dollar für 2026 bis 2030 beschlossen und meldet für das vierte Quartal 2025 einen Gewinnsprung bei steigenden LNG-Volumina.
- Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz auf 5,45 Milliarden Dollar und der Quartalsgewinn auf 2,30 Milliarden Dollar.
- Für 2025 weist Cheniere 19,98 Milliarden Dollar Umsatz und 5,33 Milliarden Dollar Gewinn aus.
- Die neue Rückkauf-Ermächtigung umfasst ein Plus von 9 Milliarden Dollar gegenüber der bisherigen Autorisierung.
- 2025 exportierte Cheniere 670 LNG-Ladungen; im vierten Quartal waren es 185.
- Ein langfristiger Liefervertrag mit CPC Taiwan sieht bis zu 1,2 Mio. Tonnen LNG pro Jahr von 2026 bis 2050 vor.
Der US-LNG-Konzern Cheniere setzt seine Kapitalrückführung deutlich fort und legt zugleich neue Wachstumsbausteine nach. Der Verwaltungsrat hat eine Aktienrückkauf-Ermächtigung von über 10 Milliarden US-Dollar für den Zeitraum 2026 bis 2030 freigegeben. Das Upsizing entspricht einem zusätzlichen Volumen von 9 Milliarden Dollar gegenüber der bis Ende 2025 verbleibenden Autorisierung. Hintergrund sind steigende Liefermengen und ein starkes Schlussquartal 2025.
Im vierten Quartal 2025 meldete Cheniere einen Umsatz von 5,45 Milliarden Dollar nach 4,44 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Der ausgewiesene Nettogewinn lag bei 2,302 Milliarden Dollar; ein Jahr zuvor waren es 977 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 summierten sich die Erlöse auf 19,976 Milliarden Dollar und der Nettogewinn auf 5,33 Milliarden Dollar. Die Zahl der exportierten LNG-Ladungen stieg 2025 auf 670 (Vorjahr 646); im vierten Quartal wurden 185 Cargoes verladen.
Parallel beschreibt Cheniere die operative Umsetzung am Standort Corpus Christi. Ende Dezember 2025 wurde die weitgehende Fertigstellung von Train 4 im Stage-3-Ausbau erreicht; im Februar 2026 wurde zudem erstmals LNG aus Train 5 produziert. Für 2026 erwartet das Unternehmen die Inbetriebnahme der verbleibenden Stage-3-Trains. Auf der Kapitalmarktseite enthält der Ausblick für 2026 eine Spanne beim Consolidated Adjusted EBITDA von 6,75 bis 7,25 Milliarden Dollar sowie beim Distributable Cash Flow von 4,35 bis 4,85 Milliarden Dollar.
Für die nächste Expansionsrunde laufen regulatorische Schritte. Cheniere hat im Dezember 2025 bei der US-Energieregulierungsbehörde FERC einen Antrag gestellt, die bereits genehmigten Projekte am Standort Corpus Christi um rund 5 Millionen Tonnen Jahreskapazität zu erhöhen. Zusätzlich wurde im Februar 2026 ein Antrag für ein weiteres Expansionsprojekt eingereicht, das in einem phasenweisen Ansatz zusätzliche Verflüssigungseinheiten umfassen soll. Details und Risikofaktoren beschreibt der Konzern im aktuellen Jahresbericht (Form 10‑K).
Kommerziell unterstreicht ein neuer Langfristvertrag die Nachfrage nach US-LNG. Cheniere vereinbarte mit CPC Corporation, Taiwan eine Lieferung von bis zu rund 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr auf Delivered-Basis für den Zeitraum 2026 bis 2050. Die Kombination aus langfristigen Abnahmeverträgen, Ausbauschritten und der ausgeweiteten Rückkauf-Ermächtigung zeigt, dass Cheniere Wachstum und Kapitalrückführung parallel priorisiert – mit Fokus auf Skaleneffekte an den Exportstandorten.