Ölpreise steigen nach Feuerwechsel zwischen USA und Iran in der Straße von Hormus
Kurzfristiger Gefechtsaustausch zwischen US- und iranischen Kräften erschüttert eine fragile Feuerpause und treibt Ölpreise nach oben; Brent über 101 Dollar.
Nach Angaben aus Washington und Teheran kam es in der Straße von Hormus zu einem Gefechtsaustausch, der die ohnehin belastete Feuerpause zwischen den beiden Ländern weiter in Frage stellte. Als unmittelbare Reaktion setzten die Ölpreise ihren jüngsten Aufwärtstrend fort: Brent‑Futures für Juli gewannen 1,20 Prozent auf 101,26 US‑Dollar je Barrel, US‑West‑Texas‑Intermediate für Juni stiegen um 0,88 Prozent auf 95,64 Dollar pro Barrel.
Zugleich schürte der Vorfall Befürchtungen, dass erneute Störungen im Seeweg die globale Versorgungslage beeinträchtigen könnten. Washington und Teheran beschuldigten sich gegenseitig, das Feuer eröffnet zu haben, und Berichte über eine mögliche Wiederaufnahme US‑geführter Geleitmissionen für Handelsschiffe in der Straße von Hormus verstärkten die Risikowahrnehmung an den Energiemärkten.
Präsident Donald Trump kommentierte die Angriffe in einem Telefonat mit einem ABC‑Reporter als just a love tap und betonte, die Feuerpause bleibe bestehen. In einem Beitrag auf Truth Social schrieb er zudem, US‑Streitkräfte hätten die beteiligten iranischen Ziele, darunter kleine Boote und Drohnen, ausgeschaltet, und kündigte weitere Schläge an, sollte Iran einem von den USA vorgelegten Friedensvorschlag nicht zustimmen. Medienberichten zufolge prüft Iran das US‑Angebot.
Der Zwischenfall führte kurzfristig zu spürbar erhöhter Volatilität an den Energiemärkten, da Marktteilnehmer nun sowohl militärische Bewegungen in der Straße von Hormus als auch den Fortgang diplomatischer Verhandlungen als entscheidend für die weitere Preisentwicklung betrachten. Aussagen aus Washington und Teheran über mögliche nächste Schritte gelten als richtungsweisend für das weitere Marktgeschehen.