Chicago Sky tauschen Star-Forward Angel Reese zu Atlanta Dream
Die WNBA verzeichnet im ersten großen Transfer der verkürzten Offseason einen Schlagabtausch: Chicago gibt die zweifache All‑Star Angel Reese ab, Atlanta gewinnt eine dominante Rebounderin; Chicago erhält künftige Draftpicks.
- Angel Reese wechselt im ersten großen Move der kompakten Offseason von den Chicago Sky zu den Atlanta Dream
- der Transfer fällt mit dem Start der freien Wechselperiode unter der neuen Kollektivvereinbarung zusammen.
Nach Angaben der beteiligten Teams haben die Chicago Sky die zweifache All‑Star-Forward Angel Reese an die Atlanta Dream abgegeben. Im Gegenzug erhält Chicago einen Erstrundenpick für 2027 sowie einen Zweitrundenpick für 2028; Atlanta sicherte sich zusätzlich Tauschrechte an einem weiteren Zweitrundenpick für 2028. Der Deal markiert den ersten großen Transfer der verkürzten Offseason und fällt zeitlich mit dem Beginn der Free‑Agency‑Periode zusammen.
Im Mittelpunkt der Personalentscheidung stand nach Medienberichten auch eine belastete Beziehung zwischen Reese und den Sky, die sich zuspitzte, als das Team erneut die Playoffs verpasste. Im September sorgten Äußerungen Reeses über die Teamführung und den Coach für Unruhe; die Sky reagierten mit einer Halbzeit‑Suspendierung. Reese entschuldigte sich später und erklärte, ihre Worte seien falsch interpretiert worden. Klubverantwortliche bewerteten den Wechsel als Mittel zur Wiederherstellung der Kaderbalance.
Zugleich sehen die Atlanta Dream in Reese vor allem eine Verstärkung unter dem Korb: Das Team, das in der vergangenen Saison 30 Siege errang, gewinnt eine junge, bereits etablierte Leistungsträgerin für Reboundarbeit und Offensive. Chicago-Manager Jeff Pagliocca beschrieb den Trade als Chance für alle Beteiligten und würdigte Reeses Beitrag für Klub und Liga.
Die Transaktion erfolgt in einer ungewöhnlich kompakten Transferperiode nach der kürzlich ratifizierten Kollektivvereinbarung zwischen Liga und Spielergewerkschaft. Die neue CBA setzt das Gehaltslimit für diese Saison auf rund 7 Millionen Dollar, erhöht damit die Durchschnittsgehälter und legt einen Mindestlohn von etwa 300.000 Dollar fest; Spitzenspieler können demnach deutlich höhere Supermax‑Saläre erzielen. Die Liga bereitet sich nun auf den Draft am 13. April sowie die anstehenden Trainingslager vor.