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Cisco‑Aktie steigt 17% nach besserem Quartal, Unternehmen meldet fast 4.000 Stellenstreichungen und stark wachsende KI‑Aufträge

Der Netzwerkausrüster übertraf Konsenserwartungen bei Umsatz und Gewinn, hob seine Prognosen für KI‑Aufträge deutlich an und kündigte einen Personalabbau von unter 4.000 Stellen an.

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Titelbild: Cisco‑Aktie steigt 17% nach besserem Quartal, Unternehmen meldet fast 4.000 Stellenstreichungen und stark wachsende KI‑Aufträge
Cisco meldet höhere Umsätze und Gewinne, rechnet mit deutlich mehr AI‑Aufträgen und plant einen Stellenabbau von knapp unter 4.000 Jobs.

Nach Angaben von Cisco kletterte der Umsatz im dritten Fiskalquartal auf 15,84 Milliarden US‑Dollar und lag damit über dem LSEG‑Konsens von 15,56 Milliarden. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,06 US‑Dollar gegenüber erwarteten 1,04 US‑Dollar. Diese Zahlen lösten im nachbörslichen Handel einen Kursanstieg von rund 17 Prozent aus.

Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um 12 Prozent; der Nettogewinn erhöhte sich auf 3,37 Milliarden US‑Dollar beziehungsweise 0,85 US‑Dollar je Aktie, nach 2,49 Milliarden beziehungsweise 0,62 US‑Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das kommende Fiskalquartal nannte das Unternehmen einen Ausblick von 1,16 bis 1,18 US‑Dollar bereinigtem Ergebnis je Aktie bei Einnahmen zwischen 16,7 und 16,9 Milliarden US‑Dollar, womit die Prognosen über den Analystenerwartungen liegen.

Im Mittelpunkt der Anlegerreaktion standen die Ausblicke für künstliche Intelligenz: Cisco berichtete, bislang 5,3 Milliarden US‑Dollar an AI‑Infrastruktur‑ und Hyperscaler‑Bestellungen in diesem Jahr erhalten zu haben und hob die Jahresprognose für Bestellungen in diesem Segment auf 9 Milliarden US‑Dollar an. Zuvor hatte das Unternehmen 5 Milliarden veranschlagt. Zudem wird der KI‑Umsatz im Fiskaljahr nun bei 4 Milliarden US‑Dollar erwartet, statt der früher prognostizierten 3 Milliarden.

Zugleich kündigte Cisco einen Personalabbau an: In diesem Quartal sollen weniger als 4.000 Stellen gestrichen werden, was unter fünf Prozent der Belegschaft entspricht. Die Maßnahmen führen zu einmaligen Vorsteuerausgaben von etwa 1 Milliarde US‑Dollar; rund 450 Millionen US‑Dollar davon sollen im vierten Fiskalquartal als Belastung erfasst werden. CEO Chuck Robbins kündigte an, die Kürzungen würden ab dem 14. Mai beginnen.

Während des Quartals stellte Cisco neue Netzwerk‑Switches und Router mit einer Next‑Generation‑Prozessorarchitektur vor und präsentierte ein Ranking‑System für generative KI‑Modelle hinsichtlich ihrer Robustheit gegen Cyberangriffe. Die Networking‑Erlöse legten um 25 Prozent auf 8,82 Milliarden US‑Dollar zu und übertrafen damit den StreetAccount‑Konsens von 8,47 Milliarden; die Erlöse im Bereich Security blieben mit rund 2 Milliarden US‑Dollar nahezu unverändert.

In der Bilanz zeigt sich damit eine Verschiebung hin zu AI‑getriebenen Infrastrukturaufträgen, während das Unternehmen gleichzeitig seine Kostenstruktur anpassen will. Anleger honorierten die Kombination aus kräftigem Umsatzwachstum, höheren KI‑Prognosen und klarer Kostendisziplin mit einem deutlichen Kursplus.