Cerebras setzt IPO über Erwartungen an und erzielt 5,55 Mrd. USD
Der KI‑Chiphersteller setzte sein Börsendebüt bei 185 USD je Aktie an und sammelte damit 5,55 Milliarden Dollar ein – einer der größten Tech‑IPOs der letzten Jahre.
- Cerebras brachte mit dem IPO 5,55 Milliarden Dollar ein
- CEO Andrew Feldman hält nun einen Anteil im Wert von rund 1,9 Milliarden Dollar.
Nach Angaben zum Emissionspreis kommt Cerebras auf eine voll verwässerte Bewertung von etwa 56,4 Milliarden US‑Dollar. Mit dem Festpreis von 185 US‑Dollar pro Aktie flossen dem Unternehmen 5,55 Milliarden Dollar zu, und Andrew Feldman, Mitgründer und CEO, hält damit einen Anteil im Wert von rund 1,9 Milliarden Dollar. Die Aktien werden unter dem Tickersymbol CBRS an der Nasdaq gehandelt.
Im Vorfeld war das Angebot mehrfach angepasst worden: Anfang Mai plante Cerebras den Verkauf von 28 Millionen Aktien in einer Spanne von 115 bis 125 US‑Dollar. Wenige Tage später erhöhte das Unternehmen das Volumen auf 30 Millionen Aktien und hob die erwartete Preisspanne auf 150 bis 160 US‑Dollar an, bevor der endgültige Preis bei 185 US‑Dollar festgelegt wurde.
Gegenwärtig positioniert sich Cerebras stärker als Anbieter cloudbasierter Dienste auf Basis eigener Chips und tritt damit in Wettbewerb zu großen Cloudanbietern. Ein wichtiges Geschäft hat das Unternehmen bereits im Januar unter Dach und Fach gebracht: Mit OpenAI wurde ein Abkommen über Rechenkapazitäten mit einem Volumen von mehr als 20 Milliarden US‑Dollar für 750 Megawatt geschlossen. Cerebras stellt seine Wafer Scale Engine 3 Chips als schnelle und kosteneffiziente Alternative zu Grafikprozessoren dar.
Das Unternehmen, 2016 gegründet und in Silicon Valley ansässig, erreichte den Börsengang nicht ohne Rückschläge. Nach einer ersten Anmeldung im September 2024 zog Cerebras diese zurück, nachdem die starke Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden kritisiert worden war. In der überarbeiteten Prospektfassung weist das Unternehmen aus, dass im vergangenen Jahr 24 Prozent des Umsatzes von dem staatsnahen G42 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammten, gegenüber 85 Prozent im Jahr 2024.