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Utah‑Frau, die ein Kinderbuch über Trauer schrieb, zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt

Kouri Richins wurde der vorsätzlichen Tötung schuldig gesprochen. Ihr wird vorgeworfen, ihrem Mann 2022 ein mit Fentanyl versetztes Getränk gegeben zu haben, das Ermittlern zufolge eine fünffache tödliche Dosis enthielt.

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Titelbild: Utah‑Frau, die ein Kinderbuch über Trauer schrieb, zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt
  • Richins erhielt lebenslange Haft ohne Aussicht auf Bewährung
  • Richter und Angehörige äußerten sich im Gerichtssaal.

Nach Angaben aus dem Gericht wurde Kouri Richins am Mittwoch zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt. Die 35‑Jährige war im März zuvor wegen erschwerter Tötung schuldig gesprochen worden. Die Anklage behauptet, sie habe ihrem Ehemann 2022 ein Getränk gereicht, das nach Auffassung der Ermittler eine fünffache tödliche Dosis Fentanyl enthielt.

Im Mittelpunkt der Urteilsbegründung stand die Einschätzung des Richters, Richard Mrazik, der erklärte, eine verurteilte Person mit solchen Taten sei «einfach zu gefährlich, um jemals wieder frei zu sein». Das Urteil fiel an dem Tag, an dem der getötete Ehemann, Eric Richins, 44 Jahre alt geworden wäre. Angehörige des Opfers verfolgten die Verkündung im Saal; während der Verhandlung reichten Familienmitglieder Taschentücher herum.

Staatsanwälte trugen finanzielle Motive als zentrales Tatmotiv vor. Richins habe ein Immobiliengeschäft betrieben und sei nach ihren Angaben hoch verschuldet gewesen; sie habe ohne Wissen ihres Mannes mehrere Lebensversicherungen abgeschlossen und fälschlich geglaubt, nach seinem Tod ein Vermögen von mehr als 4 Millionen US‑Dollar zu erhalten. Die Jury sprach sie außerdem in vier weiteren Anklagepunkten schuldig, darunter versuchter Mord. Den Ermittlern zufolge soll Richins ihrem Mann bereits wenige Wochen zuvor an Valentinstag ein mit Fentanyl versetztes Sandwich gereicht haben.

Zugleich wies Richins die Vorwürfe vehement zurück und nannte das Urteil «eine absolute Lüge». Ihr Prozess endete früher als geplant, nachdem sie auf ihr Recht zu aussagen verzichtet hatte; die Verteidigung rief keine Zeugen auf. Die Staatsanwaltschaft hatte während des Verfahrens Textnachrichten zwischen Richins und einem mutmaßlichen Liebhaber gezeigt, in denen sie von einem Leben ohne ihren Ehemann und von finanziellen Vorteilen sprach. Außerdem präsentierten Ermittler Suchanfragen von Richins’ Telefon zu Themen wie tödlicher Fentanyl‑Dosis, Luxusgefängnissen und der Kennzeichnung von Vergiftungen in Todesbescheinigungen.

Daneben hatten die Söhne des Opfers in einer vor dem Urteil eingereichten Stellungnahme dem Richter mitgeteilt, sie fühlten sich unsicher, sollte ihre Mutter jemals frei kommen. Der älteste Sohn äußerte die Furcht, Richins könne ihm und seinen Brüdern schaden. Nach der Urteilsverkündung erklärten Angehörige, sie seien erleichtert über die Entscheidung und wollten sich künftig auf die Unterstützung der Kinder konzentrieren.