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Cisco streicht knapp 4.000 Stellen im Zuge der KI‑Neuausrichtung – Aktie klettert nach Prognoseanhebung

Der US‑Netzwerkausrüster will etwa fünf Prozent seiner Belegschaft abbauen und rechnet dank starker Aufträge großer Cloud‑Anbieter mit höheren Erlösen für 2026.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Cisco streicht knapp 4.000 Stellen im Zuge der KI‑Neuausrichtung – Aktie klettert nach Prognoseanhebung
  • Cisco plant rund 4.000 Stellenstreichungen, hebt Umsatzprognose an
  • Einmalaufwand von bis zu 1 Mrd. Dollar erwartet.

Nach Angaben von Cisco streicht der Netzwerkausrüster im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung hin zu Künstlicher Intelligenz knapp 4.000 Stellen. Das Unternehmen erklärt, die Maßnahme diene der Umverteilung von Ressourcen zugunsten von KI‑fähiger Infrastruktur; die Zahl entspricht etwa fünf Prozent der weltweiten Belegschaft.

Zugleich hat Cisco seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 nach oben korrigiert. Der Konzern erwartet nun Erlöse zwischen 62,8 und 63 Milliarden US‑Dollar, nachdem zuvor ein Korridor von 61,2 bis 61,7 Milliarden Dollar genannt worden war. Verantwortlich für die Anpassung ist ein starker Auftragseingang großer Cloud‑Anbieter für KI‑Infrastruktur sowie eine gestiegene Nachfrage nach entsprechenden Lösungen.

Die Ankündigung löste eine kräftige Marktreaktion aus: Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 14 Prozent. Für den Personalabbau rechnet Cisco mit Vorsteuerbelastungen von bis zu einer Milliarde Dollar; rund 450 Millionen Dollar sollen im vierten Quartal anfallen, der verbleibende Teil im Geschäftsjahr 2027. Ende Juli des vorigen Jahres belief sich die Zahl der Beschäftigten auf etwa 86.200.

Im Mittelpunkt der Umstrukturierung steht die verstärkte Fokussierung auf KI‑bezogene Produkte und Kundenaufträge, mit der das Management die Neuaufstellung finanzieren will. Konkrete Angaben zur regionalen Verteilung der Kürzungen oder zu möglichen Sozialplänen wurden nicht gemacht.

Daneben sehen Investoren die Schritte als Positionierung in einem stark wachsenden Marktsegment. Die Prognoseanhebung und der deutliche Kursanstieg unterstreichen die kurzfristig positive Einschätzung des Marktes; für die kommenden Quartale bleibt jedoch der Einfluss der Restrukturierung auf operative Kennzahlen und den Personalaufwand eine zentrale Beobachtungsgröße.