CVS stellt Zepbound wieder auf Standard‑Formular und nimmt Lillys Pillenpräparat Foundayo auf
CVS Caremark listet Zepbound ab Oktober wieder standardmäßig und nimmt Lillys neu zugelassene Adipositas‑Pille Foundayo bereits ab Juni in seine Standardpläne auf.
Nach Angaben von CVS Health wird das injizierbare Adipositaspräparat Zepbound von Eli Lilly ab dem 1. Oktober wieder auf die standardmäßige Medikamentenliste des Pharmacy Benefit Managers aufgenommen. Gleichzeitig kündigte CVS an, die gerade zugelassene Adipositas‑Pille Foundayo von Lilly bereits ab dem 1. Juni in seine Standard‑Pläne aufzunehmen.
Im Mittelpunkt dieser Entscheidung steht die Standard‑Formularvorlage von CVS Caremark, die Arbeitgeber und Versicherer übernehmen können und die schätzungsweise 25 bis 30 Millionen Amerikaner betrifft. Durch die neue Einordnung werden GLP‑1‑Medikamente beider Hersteller auf derselben Präferenzstufe geführt, wodurch Patienten und Ärztinnen und Ärzten künftig mehr Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen sollen.
Zugleich bleibt es Plan‑Sponsoren freigestellt, die Standardvorlage zu übernehmen oder GLP‑1‑Medikamente für Gewichtsverlust auszuschließen; die tatsächliche Versorgung einzelner Versicherten hängt damit weiter von den Entscheidungen der jeweiligen Arbeitgeber oder Versicherer ab. CVS erwartet, dass die erweiterte Abdeckung den Wettbewerb bei den Preisen anregt und zu Einsparungen im Segment Gewichtsmanagement führen wird.
Daneben betonte Lilly, die Aufnahme von Zepbound und Foundayo ermögliche Millionen Menschen den Zugang zu beiden Behandlungsformen. Das Unternehmen wies darauf hin, dass Foundayo zudem von den beiden anderen großen Pharmacy Benefit Managern gedeckt werde. Novo Nordisk erklärte, Wegovy bleibe auf den Formularen bevorzugt und Patientinnen und Patienten könnten ihre Behandlung ohne Unterbrechung fortsetzen.
Unterdessen unterstreicht die Entscheidung von CVS Caremark die Bedeutung von PBM‑Verhandlungen für die Verfügbarkeit und die Kosten neuer GLP‑1‑Therapien. Arbeitgeber und Versicherer, die die Caremark‑Standardvorlage annehmen, bieten ihren Begünstigten damit automatisch beide Hersteller als ko‑präferierte Optionen an; weitergehende Auswirkungen auf Versorgung und Ausgaben hängen jedoch von den individuellen Planentscheidungen ab.