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Drohung, Bab el‑Mandeb zu schließen, verschärft Verwundbarkeit des Ölmarkts

Die Revolutionsgarde drohte, die strategische Meerenge am Südrand des Roten Meers zu schließen. Ein solcher Schritt würde Saudi-Arabiens Umleitungen über die Straße unterbinden und die globalen Ölströme weiter stören.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Drohung, Bab el‑Mandeb zu schließen, verschärft Verwundbarkeit des Ölmarkts
Eine Sperrung des Bab el‑Mandeb könnte Millionen Barrel pro Tag von Asien‑Routen abschneiden und die ohnehin angespannte Marktlage weiter verschärfen.

Die Kernentwicklung: Die Revolutionsgarde des Iran hat mit der Schließung der Bab el‑Mandeb gedroht, der strategischen Engstelle am südlichen Ende des Roten Meers. Die Ankündigung richtet sich gegen eine zentrale Route für Öl- und Produktlieferungen nach Asien und erhöht die kurzfristige Unsicherheit auf den internationalen Energiemärkten.

Die Passage dient seit der Ausweitung der Angriffe im Persischen Golf als wichtige Ausweichroute. Saudi-Arabien leitete infolge der Störungen im Seegebiet größere Mengen Rohöl über seine Ost‑West‑Pipeline zum Roten Meer, um Ausfuhren nach Asien zu sichern. Diese Umleitungen haben bislang geholfen, größere Angebotslücken zu dämpfen.

Öl- und Produktexporte durch die Bab el‑Mandeb stiegen von etwa 3,9 Millionen Barrel pro Tag im Februar auf rund 7,2 Millionen Barrel pro Tag im April. Eine Schließung der Meerenge würde diese zusätzlichen Liefermengen abrupt unterbrechen und damit den verfügbaren Angebotsausgleich deutlich reduzieren. Das würde unmittelbaren Druck auf Versorgungsketten und Preise ausüben.

Die Finanzmärkte reagierten schnell: US‑Rohölpreise sprangen nach der Drohung an einem Handelstag um rund acht Prozent auf ein Tageshoch, bevor sie sich wieder etwas zurückzogen. Solche Schwankungen verdeutlichen, wie eng die verbliebenen Transportrouten sind und wie begrenzt die kurzfristigen Alternativen ausfallen.

Marktbeobachter warnen, dass Angriffe oder Blockaden an wenigen Schlüsselstellen genügen könnten, um die Durchfahrt merklich einzuschränken. Da ein erheblicher Anteil der zusätzlichen Saudi‑Barrel über die Bab el‑Mandeb nach Asien fließt, würde eine nachhaltige Störung die Preisvolatilität erhöhen und Lieferketten in der Region und darüber hinaus belasten.