Ein Toter und Dutzende Verletzte nach Busunglück mit britischen Touristen auf La Gomera
Ein Reisebus mit 27 britischen Urlaubern stürzt auf einer kurvigen Bergstraße von der Fahrbahn und fällt rund zehn Meter in eine Schlucht; ein Insasse kommt ums Leben, mehrere werden schwer verletzt.
- Rettungskräfte setzten drei Hubschrauber und fünf Krankenwagen ein
- die meisten Verletzten wurden auf La Gomera versorgt, zwei Schwerverletzte später nach Teneriffa verlegt.
Nach Angaben der Notfalldienste auf La Gomera wurde bei einem Busunglück auf der Kanareninsel ein Mann getötet und 27 weitere Personen verletzt. Das Fahrzeug mit insgesamt 28 Insassen, darunter 27 britische Touristinnen und Touristen sowie der Fahrer, verließ am Freitagnachmittag die Fahrbahn und stürzte eine steile Böschung hinunter.
Im Mittelpunkt der Rettungsaktion stand die GM-2, eine bergige Straße mit scharfen Kurven in der Nähe von San Sebastián de La Gomera, wo kurz nach 13:16 Ortszeit ein Notruf einging. Nach Angaben der Einsatzkräfte fiel der Bus aus einer Höhe von etwa zehn Metern in eine Schlucht; Einsatzfotos und Meldungen zeigten das verunglückte Fahrzeug nahe einer Haarnadelkurve.
Zugleich mobilisierten die Rettungskräfte drei Hubschrauber und fünf Krankenwagen; die Mehrzahl der Verletzten wurde in das Hospital Nuestra Señora de Guadalupe im Osten der Insel gebracht. In ersten Berichten wurden vier Personen als schwer verletzt eingestuft; zwei Männer im Alter von 73 und 42 Jahren mit schweren Mehrfachverletzungen wurden später per Hubschrauber in Krankenhäuser auf der Nachbarinsel Teneriffa verlegt.
Inzwischen bezeichneten Behördenvertreter die Straßenverhältnisse und die Topographie der Insel als relevanten Rahmen für den Unfall, machten jedoch keine Angaben zur Ursache. Neben den beiden nach Teneriffa gebrachten Schwerverletzten galten zwei weitere Personen als schwer verletzt, während 23 Insassen leichtere Verletzungen erlitten.
Daneben bestätigten Einsatzkräfte, dass die Reisenden zuvor in einer Unterkunft auf der Insel übernachtet hatten und zum Fährhafen von San Sebastián gebracht werden sollten, um nach Teneriffa überzusetzen. Der Präsident der Kanarischen Inseln bekundete seine Unterstützung für die Opfer und deren Angehörige; Ermittlungen sowie die medizinische Versorgung der Verletzten dauerten an.