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Eni übertrifft Gewinnprognose im Q4: 1,2 Mrd. Euro bereinigt, Produktion 1,839 Mio. boe/d

Eni hat im vierten Quartal 2025 einen bereinigten Nettogewinn von 1,20 Milliarden Euro gemeldet und die Fördermenge auf 1,839 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag gesteigert.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: Eni übertrifft Gewinnprognose im Q4: 1,2 Mrd. Euro bereinigt, Produktion 1,839 Mio. boe/d
  • Der bereinigte Quartalsgewinn lag bei 1,20 Milliarden Euro und damit über dem Konsens von 960 Millionen Euro.
  • Die Fördermenge stieg auf 1,839 Mio. boe/d und lag damit rund 7% über dem Vorjahreswert.
  • Der operative Cashflow im vierten Quartal wird mit 3,0 Milliarden Euro angegeben.
  • Für 2025 nennt Eni 12,5 Milliarden Euro Cashflow und eine Verschuldungskennziffer von 14% (pro forma).
  • Ein strategisches Update ist für den Capital Markets Day am 19. März angekündigt.

Eni hat zum Jahresabschluss 2025 ein Ergebnis vorgelegt, das die Erwartungen im vierten Quartal übertraf. Der bereinigte Nettogewinn für Oktober bis Dezember wird mit 1,20 Milliarden Euro ausgewiesen, während als Marktkonsens 960 Millionen Euro genannt wurden. Treiber war vor allem das Upstream-Geschäft, das höhere Fördermengen in ein schwierigeres Preis- und Währungsumfeld hinein kompensieren konnte; zusätzlich verbesserte sich das Raffinerieergebnis im Quartal.

Auf der Produktionsseite meldet Eni für das vierte Quartal eine Hydrocarbon-Förderung von 1,839 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag, rund 7% mehr als ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr liegt die Produktion bei 1,73 Millionen boe/d. 2025 hat Eni nach eigenen Angaben sechs große Upstream-Projekte in unterschiedlichen Regionen in Betrieb genommen, darunter Vorhaben in Angola, Indonesien, Norwegen und im Kongo. In der Ressourcenbilanz nennt das Unternehmen eine organische Reserveersatzrate von 167% und zusätzliche entdeckte Ressourcen von rund 900 Millionen boe.

Finanziell verweist Eni auf eine hohe Cash-Generierung: Der operative Cashflow im vierten Quartal wird mit 3,0 Milliarden Euro angegeben; für 2025 nennt Eni 12,5 Milliarden Euro. Die Verschuldungskennziffer (gearing) sank zum Jahresende auf 14% (pro forma). Das Unternehmen verbindet den Schuldenabbau mit höheren Ausschüttungen und verweist auf eine Erhöhung des Aktienrückkaufvolumens im Rahmen der Ausschüttungspolitik; im Jahresverlauf wurden laut Präsentation rund 1,5 Milliarden Euro eines Buyback-Programms umgesetzt.

Strategisch setzt Eni parallel auf Portfolio- und Partnerschaftsmodelle. Für Südostasien ist eine gemeinsame Plattform mit Petronas über Upstream-Assets in Indonesien und Malaysia vereinbart; der operative Start wird bis Ende Juni 2026 avisiert. Im LNG-Umfeld nennt Eni neue Langfristverträge, zudem wird an einem Argentinien-LNG-Projekt in Kooperation mit YPF und XRG gearbeitet. In den Transformationssparten hebt Eni Transaktionen und Investorenbeteiligungen hervor, etwa bei Plenitude und Enilive, sowie den Aufbau eines CCS-Joint-Ventures.

Für 2026 stellt Eni eine Netto-Kapitalausgabe in der Größenordnung von rund 5 Milliarden Euro in Aussicht und hält an dem in der Mittelfristplanung genannten Produktionswachstum fest. Weitere Details zu Strategie, Investitionen und Ausschüttungspolitik sollen auf dem Capital Markets Day am 19. März folgen. Der Abschluss 2025 unterstreicht damit eine doppelte Linie: höhere operative Leistung im Upstream und eine fortgesetzte Umsteuerung in Richtung LNG, Strom, Biofuels und CO₂-Management.