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Erstes Kreuzfahrtschiff passiert seit Kriegsbeginn die Straße von Hormus

Das maltesisch geflaggte Passagierschiff Celestyal Discovery verließ Dubai und passierte die Straße von Hormus — ein Zeichen für wieder anlaufenden kommerziellen Verkehr während des Waffenstillstands.

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Titelbild: Erstes Kreuzfahrtschiff passiert seit Kriegsbeginn die Straße von Hormus
Maritime Bewegungen deuten auf eine Wiederaufnahme kommerzieller Fahrten durch die strategische Meerenge während des laufenden Waffenstillstands hin.

Nach Angaben von maritimen Trackingdaten verließ die unter maltesischer Flagge fahrende Celestyal Discovery am Freitag den Hafen von Dubai und durchquerte die Straße von Hormus. Das Passagierschiff war demnach nur mit Besatzung unterwegs und wird für Samstag in Oman erwartet.

Im Mittelpunkt der Beobachtungen steht, dass die Celestyal Discovery zuvor 47 Tage im Dock gelegen hatte. Ihre Abfahrt markiert den ersten dokumentierten Transit eines Kreuzfahrtschiffs durch die strategisch bedeutende Meerenge seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen Ende Februar.

Zugleich zeigten maritime Tracker weitere Bewegungen: Unter den in Bewegung gesetzten Schiffen befand sich die Celestyal Journey, die am Freitagabend den Hafen von Doha verließ. Erfasste Positionsdaten deuteten insgesamt auf eine steigende Zahl von Schiffen, die sich auf den Transit durch die Meerenge vorbereiten oder bereits in See gestochen sind.

Inzwischen berichteten Korrespondenten vor Ort, dass mehrere Kreuzfahrtschiffe, die zuvor in Golfstaaten festlagen — zwei in Doha, eines davon einer deutschen Reederei zugeordnet, und eines in Abu Dhabi — sich zur Abfahrt vorbereitet oder den Hafen bereits verlassen hatten. Diese Entwicklungen gelten als Hinweis darauf, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder anzieht.

Daneben hatten Iran und die USA Stunden zuvor erklärt, die Meerenge werde für die Dauer des aktuellen Waffenstillstands vollständig für den kommerziellen Verkehr geöffnet. Vor dem Krieg passierten über die Strecke rund ein Fünftel des weltweiten Rohöl- und LNG-Transits; in den vergangenen Wochen war der Transit weitgehend blockiert.