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EU sparte 2025 mehr als €50 Milliarden durch geringere Fossilimporte dank Ausbau von Wind und Solar

Erneuerbare verringerten 2025 die Abhängigkeit von Öl und Gas; Solar lieferte mit über 340 TWh einen Rekordanteil am Strommix.

Euronews Earth 2 Min Lesezeit
Titelbild: EU sparte 2025 mehr als €50 Milliarden durch geringere Fossilimporte dank Ausbau von Wind und Solar
IEA und Denkfabriken sehen Investitionen in Wind und Solar als Schlüssel für Einsparungen und erhöhte Versorgungssicherheit.

Nach Angaben internationaler Analysen führte Europas verstärkter Ausbau erneuerbarer Energien 2025 zu deutlich niedrigeren Ausgaben für importierte fossile Energieträger. Die EU reduzierte ihr Ausgabenvolumen für Energieimporte um rund 60 Milliarden US‑Dollar, was etwa €51,4 Milliarden entspricht, und verbesserte damit ihre Zahlungsbilanz im Energiesektor.

Im Mittelpunkt der Verschiebung steht ein veränderter Energiemix: Massive Investitionen in erneuerbare Erzeugung sowie Maßnahmen zur Elektrifizierung und zur Steigerung der Energieeffizienz verringerten die Nachfrage nach importiertem Öl und Gas außerhalb des Stromsektors. Für 2025 werden Investitionen in erneuerbare Kapazitäten in der EU in Höhe von etwa 105 Milliarden US‑Dollar (rund €90 Milliarden) ausgewiesen, wobei insbesondere Solar als dynamischer Sektor hervorsticht.

Nach dem Schritt zur starken Ausweitung der Photovoltaik erreichte Solarenergie im Berichtsjahr eine bemerkenswerte Zunahme der Produktion und lieferte mehr als 340 Terawattstunden Strom. Das entsprach einem Anteil von 12,5 Prozent am europäischen Strommix; die Jahressteigerung betrug über 60 TWh gegenüber 2024 und wurde exemplarisch mit der jährlichen Stromnachfrage ganzer Länder verglichen.

Zugleich trug die hohe Erzeugung von Wind- und Solarstrom dazu bei, den Stromsektor widerstandsfähiger gegen Preis- und Versorgungsschocks zu machen, die durch Konflikte im Nahen Osten ausgelöst wurden. Angesichts steigender Preise für fossile Rohstoffe wirkte die stärkere Rolle der erneuerbaren Stromerzeugung dämpfend auf Belastungen für Haushalte und Wirtschaft.

Daneben betonen Analysten, dass die Einsparungen nicht nur klimapolitische Vorteile bringen, sondern auch ökonomische und geopolitische Wirkungen haben. Je schneller Volkswirtschaften in Europa von fossilen Importen abrücken, desto geringer ihre Exponierung gegenüber externen Preis- und Lieferkrisen. Für 2026 werden wegen günstiger Frühjahrsbedingungen und weiterem Zubau erneuerbarer Kapazitäten zusätzliche Einsparungen und neue Erzeugungsrekorde erwartet.