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Europäische Aktien dürften nach US‑Iran Waffenruhe deutlich steigen

CNBC‑Daten signalisieren deutliche Kursphantasien für FTSE, DAX, CAC und FTSE MIB nach der Einigung zwischen Washington und Teheran.

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Titelbild: Europäische Aktien dürften nach US‑Iran Waffenruhe deutlich steigen
  • Hoffnung auf Deeskalation treibt Aktien
  • Öl fällt unter 100 US-Dollar je Barrel.

Nach Angaben von CNBC dürften Europas Börsen zum Handelsauftakt am Mittwoch kräftig zulegen, nachdem sich die USA und der Iran auf eine befristete Waffenruhe geeinigt haben. IG‑Daten zeigen für den Londoner FTSE 100 ein mögliches Plus von rund 3 Prozent, für den deutschen DAX etwa 5 Prozent, für den französischen CAC 40 rund 4,5 Prozent und für Italiens FTSE MIB etwa 5,3 Prozent. Diese Einschätzungen spiegeln die unmittelbare Marktreaktion auf die Deeskalationsnachrichten wider.

Im Mittelpunkt der nächtlichen Marktbewegungen standen gestiegene Asien‑Papiere und angezogene US‑Futures, nachdem US‑Präsident Donald Trump mitgeteilt hatte, geplante Angriffe auf iranische Infrastruktur für zwei Wochen auszusetzen. Er verknüpfte die Aussetzung mit der Bedingung, dass der Iran die Straße von Hormus vollständig, unverzüglich und sicher öffne. Parallel erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghchi im Namen des nationalen Sicherheitsrats, die iranischen Streitkräfte würden ihre defensiven Operationen einstellen.

Zugleich sanken die Ölpreise, die daraufhin unter die Marke von 100 US‑Dollar je Barrel fielen, was die positiven Erwartungen an europäische Aktien zusätzlich befeuerte. Dennoch bleibt die Lage in der Golfregion fragil: Mehrere Länder meldeten fortdauernde Raketen‑ und Drohnenangriffe aus dem Iran, die Luftabwehrsysteme im gesamten Golfraum auslösten. Marktteilnehmer wägen daher die kurzfristige Erleichterung gegen weiter bestehende Risiken ab.

Daneben werden europäische Anleger auch auf konjunkturelle Signale und Unternehmenszahlen achten, die den Tagesverlauf prägen könnten. Auf der Agenda stehen unter anderem Zahlen von Shell sowie Daten zu deutschen Auftragseingängen in der Industrie und zu den Einzelhandelsumsätzen in der EU, die ergänzend Einfluss auf das Handelsgeschehen nehmen könnten. Insgesamt scheint sich vorerst die Hoffnung durchzusetzen, dass die temporäre Einigung zwischen Washington und Teheran das Risiko unmittelbarer Öl‑ und Energie‑Schocks verringert und damit risikoreichere Anlageklassen in Europa stützt.