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Fed legt überarbeiteten Plan für skinny Master‑Account vor – Trump ordnet stärkere Einbindung von Krypto in Zahlungssysteme an

Fed konkretisiert, wie Fintech- und Kryptoanbieter Zugang zu Zahlungsnetzen erhalten könnten; Präsident Trump ordnet zeitgleich Überprüfung und Verschärfung von Regeln zur Geldwäschebekämpfung an.

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Titelbild: Fed legt überarbeiteten Plan für skinny Master‑Account vor – Trump ordnet stärkere Einbindung von Krypto in Zahlungssysteme an
Zwei Schritte aus Washington rücken die Anbindung von Krypto‑Firmen an das traditionelle Zahlungssystem näher, die tatsächliche Wirkung hängt jedoch von weiteren Details und möglichen Gesetzesänderungen ab.

Nach Angaben von Branchenberichten hat das Federal Reserve Board eine überarbeitete Fassung seines Vorschlags für einen sogenannten skinny Master‑Account veröffentlicht. Die Neufassung beschreibt detaillierter, wie die Zentralbank Finanztechnologie‑ und Kryptoanbieter an ihre Zahlungsinfrastruktur anbinden will, ohne dass diese Institute den vollen Status einer von der Office of the Comptroller of the Currency beaufsichtigten Bank besitzen müssen.

Im Mittelpunkt der Fed‑Vorlage steht die Frage, wie Nicht‑Banken Zugang zu Zahlungskonten erhalten können. Demnach sollen Federal‑Reserve‑Mitgliedsbanken prüfen, ob sie Zahlungskonten eigenständig bereitstellen dürfen. Die Zentralbank stellt zugleich fest, dass manche der erwogenen Maßnahmen gesetzgeberische Schritte durch den Kongress erfordern könnten, um eindeutig zu regeln, welche Entitäten für einen Master‑Account qualifiziert sind.

Nach dem Schritt aus dem Weißen Haus unterzeichnete Präsident Donald Trump zwei Executive Orders, die die Integration digitaler Vermögenswerte in bestehende Zahlungssysteme vorantreiben und die Anwendung des Bank Secrecy Act (BSA) durch die Aufsichtsbehörden verschärfen sollen. Eine Anordnung beauftragt die Bundesregierung, geltende Vorschriften zu prüfen und Hemmnisse zu identifizieren, die Partnerschaften zwischen Fintech‑Firmen und regulierten Instituten erschweren könnten.

Gleichzeitig richtet sich die zweite Executive Order ausdrücklich an das Finanzministerium und andere Aufsichtsbehörden mit dem Auftrag, die BSA‑Regeln zu stärken und begleitende Beratungen für Banken sowie andere Institutionen zu erwägen. Erwähnte Risiken reichen von grenzüberschreitender illegaler Finanzaktivität über den Einsatz von Scheinfirmen bis zu unregistrierten Zahlungsdiensten; diese Problempunkte sollen in künftigen Leitlinien adressiert werden. Die Verordnung nennt Krypto und DeFi nicht ausdrücklich, lässt aber offen, dass diese Sektoren von späteren Anweisungen betroffen sein könnten.

Zugleich sehen Branchenvertreter in beiden Schritten eine mögliche Annäherung der Kryptoindustrie an das traditionelle Bankensystem. Entscheidend für die Praxis bleibt jedoch, wie die Fed‑Regeln im Detail ausgestaltet werden und welche Treasury‑Guidance folgt. Ausschlaggebend wird sein, welche Teilnehmertypen letztlich als berechtigt für einen Master‑Account anerkannt werden und ob der Kongress ergänzende gesetzliche Vorgaben erlässt.