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Frankreich: Polizei nimmt 780 Menschen nach Krawallen bei PSG‑Feiern fest

Nach dem Champions‑League‑Erfolg von Paris Saint‑Germain eskalierten Feiern in Paris und etwa 15 weiteren Städten; Innenminister spricht von 57 verletzten Polizisten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Frankreich: Polizei nimmt 780 Menschen nach Krawallen bei PSG‑Feiern fest
Innenminister Laurent Nuñez: Lage weitgehend unter Kontrolle, geplante Feier am Champ de Mars soll stattfinden.

Nach Angaben des Innenministers führten die Feierlichkeiten nach dem Champions‑League‑Sieg von Paris Saint‑Germain in der Nacht zu erheblichen Ausschreitungen in Paris und in etwa 15 weiteren französischen Städten. Polizeikräfte griffen demnach mehrfach ein, um Situationen zu beruhigen und Verkehrsachsen freizuhalten; zahlreiche Personen wurden vorübergehend festgesetzt.

Zugleich teilte Nuñez mit, dass insgesamt 780 Menschen festgehalten worden seien, davon 480 im Großraum Paris. Die Pariser Staatsanwaltschaft gab an, 277 Personen formell in Polizeigewahrsam genommen zu haben; darunter befinden sich 82 Minderjährige. Gegen viele der Festgenommenen werden demnach Angriffe auf Polizeibeamte, Diebstahl, Vandalismus und Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen.

Inzwischen seien 57 Einsatzkräfte verletzt worden, überwiegend leicht, sagte der Innenminister. Die schwerpunktmäßigen Zwischenfälle hätten sich laut Angaben vor allem im Champs‑Élysées‑Viertel und in der Umgebung des Parc des Princes ereignet, wo zahlreiche Fans auf Großbildschirmen das Finale verfolgten. TV‑Aufnahmen zeigten brennende Leihräder, Flammen und kleinere Scharmützel zwischen Gruppen von Anhängern und der Polizei.

Daneben kam es zu Sachbeschädigungen in mehreren Städten; in einigen Orten seien ein bis zwei Läden verwüstet und Fahrzeuge in Brand gesetzt worden. In einem schwereren Vorfall verlor ein Autofahrer die Kontrolle und prallte in die Terrasse eines Restaurants, wodurch zwei Personen verletzt wurden, eine davon schwer.

Gleichzeitig betonte Nuñez, dass die Lage weitgehend unter Kontrolle sei und die geplante Feier am Champ de Mars nahe dem Eiffelturm wie vorgesehen stattfinden solle. Trotz der zahlreichen Einsätze seien die meisten Feiern in der Hauptstadt friedlich verlaufen, während kleinere, gewalttätige Gruppen die Störungen verursacht hätten.