Griechenland kündigt Verbot von Social‑Media‑Nutzung für Unter‑15‑Jährige an
Athen plant, die Nutzung sozialer Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren einzuschränken und beruft sich auf psychische Belastungen wie Ängste und Schlafstörungen.
Nach Angaben der griechischen Regierung hat Athen ein Verbot der Nutzung sozialer Medien für Minderjährige unter 15 Jahren angekündigt. Die Regierung begründet den Schritt mit wachsenden Sorgen um die psychische Gesundheit junger Menschen, insbesondere mit Hinweisen auf zunehmende Ängste und Schlafstörungen, die mit exzessiver Nutzung digitaler Plattformen in Verbindung gebracht werden.
Zugleich hat die Ankündigung eine Debatte zwischen Befürwortern und Kritikern ausgelöst. Befürworter hoben die gesundheitspolitische Dimension hervor und plädierten für klare gesetzliche Schranken zum Schutz Minderjähriger. Kritiker wiesen dagegen auf die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung eines pauschalen Verbots hin und fordern eine sorgfältige Prüfung möglicher Nebenwirkungen und technischer Machbarkeit.
Unterdessen bleibt offen, welche konkreten gesetzlichen Instrumente Athen einsetzen will und in welchem Zeitrahmen die Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Die verfügbaren Angaben nennen altersbezogene Beschränkungen und eine stärkere Regulierung der Plattformpraxis, enthalten aber keine detaillierten Fristen oder Hinweise auf Sanktionsmechanismen gegenüber Anbietern.
Daneben wirft das Vorhaben Fragen zur Kontrolle grenzüberschreitender Dienste auf, da viele Social‑Media‑Plattformen international operieren. Beobachter erwarten, dass die Initiative in Athen auf EU‑Ebene Beachtung finden könnte; die vorliegenden Textauszüge machen jedoch keine Aussage darüber, ob und wie ein europäischer Abstimmungsprozess geplant ist.