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Hohe Treibstoffpreise belasten Sommerurlaub: Flugpreise und Benzin steigen deutlich

Jet-Kerosin hat sich binnen weniger Monate verteuert; Fluggesellschaften erhöhen Tarife und drosseln Kapazitäten, während Autofahrer mit höheren Benzinkosten rechnen müssen.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Hohe Treibstoffpreise belasten Sommerurlaub: Flugpreise und Benzin steigen deutlich
  • Flugtickets auf Vierjahreshoch, Benzin über 4 Dollar pro Gallone
  • Memorial Day wird zum Ernsttest für die Zahlungsbereitschaft der Reisenden.

Nach Angaben aus der Reise- und Energiebranche prüfen die stark gestiegenen Treibstoffpreise die Belastbarkeit der Sommerreise-Nachfrage — sowohl für Flug- als auch für Autoreisen. Im April betrug der durchschnittliche Inlandspreis für Hin- und Rückflüge 623 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit fast vier Jahren, wie Daten der Airlines Reporting Corporation zeigen.

Im Mittelpunkt der Sorge stehen die Jet-Treibstoffkosten, die sich innerhalb weniger Monate mehr als verdoppelt haben. Der Preissprung folgte auf militärische Angriffe zwischen den USA, Israel und Iran, die eine faktische Schließung wichtiger Schifffahrtswege zur Folge hatten. Airlines betonen, dass Kerosin nach den Personalkosten die zweitgrößte Ausgabeposition ist und dass steigende Treibstoffkosten zunehmend in Form höherer Ticketpreise an Kunden weitergegeben werden.

Zugleich trifft die Entwicklung Autofahrer: Benzinpreise liegen bereits über 4 Dollar pro Gallone. Die Verbraucherschutzorganisation AAA warnte vor möglichen weiteren Anstiegen; GasBuddy schätzt einen US-weiten Durchschnittspreis von 4,48 Dollar am Memorial Day und sieht die Möglichkeit, dass sich die durchschnittlichen Preise im Sommer auf rund 4,80 Dollar erhöhen könnten, falls die Straße von Hormus länger geschlossen bliebe.

Nach dem Schritt, mit dem viele Fluggesellschaften ihre Kapazitätspläne anpassten, reagieren einige Airlines nicht nur mit erhöhten Tarifen, sondern auch mit reduzierten Wachstumsplänen. Weniger Flüge auf bestimmten Strecken bei gleichbleibender Nachfrage können das Angebot verknappen und so zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Preise erzeugen. Offizielle Zahlen zeigen, dass US-Airlines in einem Monat 56,4 Prozent mehr für Jet-Treibstoff ausgaben, nachdem der Konflikt begann.

Daneben sind bereits spürbare Markteffekte sichtbar: Spirit Airlines zog sich Anfang Mai aus dem Markt zurück und nannte steigende Treibstoffkosten als einen der Gründe für das Scheitern, wodurch ein größeres Angebot günstiger Tarife entfiel. Große Carrier wie United haben ihre Prognosen für 2026 zurückgenommen, und Lufthansa erwartet zusätzliche Treibstoffkosten in Milliardenhöhe und strich Tausende Flüge.