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EU und Mexiko unterzeichnen modernisiertes Handelsabkommen bei Gipfeltreffen in Mexiko‑Stadt

Nach einem gut zehnjährigen Verhandlungsprozess haben Brüssel und Mexiko das Globalabkommen von 2000 aktualisiert; Mexiko streicht nahezu alle Zölle auf EU‑Waren und öffnet öffentliche Aufträge stärker für europäische Anbieter.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: EU und Mexiko unterzeichnen modernisiertes Handelsabkommen bei Gipfeltreffen in Mexiko‑Stadt
Die Neufassung soll Handelshemmnisse abbauen und die strategische Partnerschaft in Zeiten wachsender Protektionstendenzen stärken.

Nach Angaben von Teilnehmern haben die Europäische Union und Mexiko bei einem bilateralen Gipfeltreffen in Mexiko‑Stadt eine modernisierte Fassung ihres Handels‑ und Partnerschaftsabkommens von 2000 unterzeichnet. Die Einigung schließt eine Verhandlungsrunde von rund zehn Jahren ab und markiert das erste Gipfeltreffen beider Seiten seit einem Jahrzehnt.

Im Mittelpunkt der Reise standen Treffen von EU‑Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU‑Ratspräsident António Costa mit der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum. Die Spitzenpolitiker reisten als Teil einer größeren EU‑Delegation nach Mexiko‑Stadt und bekräftigten in ihrer Abschlussbotschaft den Willen beider Seiten, den Multilateralismus zu stärken und ihre strategische Partnerschaft angesichts globaler Unsicherheiten zu vertiefen.

Zugleich betonten beide Seiten das Interesse, Liefer‑ und Handelspartner zu diversifizieren. Die Abschlusserklärung nennt die protektionistische Handelspolitik der USA unter der Regierung von Präsident Donald Trump als einen beschleunigenden Faktor, der die Dringlichkeit erhöht habe, alternative Marktzugänge zu sichern. Mit dem Abkommen sollen bürokratische Handelshemmnisse beseitigt und zahlreiche Ursprungsregeln klarer geregelt werden.

Die Union und Mexiko bilden zusammen einen Markt mit mehr als 580 Millionen Menschen. Mexiko hebt demnach nahezu alle bestehenden Zölle auf EU‑Einfuhren auf und erleichtert europäischen Unternehmen den Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Ziel ist es, die wirtschaftliche Verflechtung zu vertiefen und rechtliche Grundlagen für modernen Handel zu schaffen, die technologischen Wandel und neue Handelspraktiken besser abbilden.

Daneben soll die Vereinbarung die Rahmenbedingungen für Investitionen und Dienstleistungen verbessern und so die Zusammenarbeit in Bereichen mit wachsender Bedeutung stärken. Die Unterzeichnung der Modernisierung schließt einen langen Verhandlungsprozess ab und setzt zugleich den Auftakt für die Umsetzung der neuen Regeln, die bilaterale Handelsströme und Kooperationen in den kommenden Jahren prägen sollen.