Trump-Administration verschiebt EPA-Kühlmittelregeln – Einsparungen von 2,4 Mrd. Dollar angekündigt
Die Regierung setzt zwei Biden-Jahre-Regelungen zu Kältemitteln und Leckvermeidung aus und nennt Einsparungen von 2,4 Milliarden US-Dollar. Ob Händler diese Entlastung an Verbraucher weitergeben, bleibt offen.
Nach Angaben des Weißen Hauses hat die Administration am Donnerstag die Einhaltung von zwei EPA-Regelungen zu Kältemitteln und Leckvermeidung verschoben. Die betroffenen Vorgaben stammen aus der Amtszeit der vorherigen Regierung und zielen auf eine Reduktion von fluorierten Kältemitteln (HFCs) sowie strengere Leckminderungsanforderungen in Kühlanlagen ab.
Im Mittelpunkt der Ankündigung steht die Einschätzung, dass Unternehmen und Haushalte kurzfristig mehr als 2,4 Milliarden US-Dollar sparen könnten. EPA-Administrator Lee Zeldin erklärte, die Änderung ermögliche Firmen eine freiere Wahl zwischen verschiedenen Kühlsystemen und führe so zu geringeren Kosten. Konkrete Vorgaben, in welchem Umfang Einzelhändler diese Einsparungen an Kundinnen und Kunden weiterreichen müssten, enthalten die Neuerungen nicht.
Zugleich bleibt unklar, ob die genannten Einsparungen unmittelbar zu niedrigeren Preisen im Supermarkt führen werden. Eine Verpflichtung für Händler, Ersparnisse an Verbraucher weiterzugeben, ist nicht vorgesehen; Preise für Lebensmitteleinkäufe werden außerdem von Energie-, Transport- und Rohstoffkosten sowie anderen Faktoren beeinflusst. Kroger-Chef Greg Foran sagte bei der Veranstaltung im Weißen Haus, sein Unternehmen befinde sich mitten im Prozess, mögliche Einsparungen an Konsumentinnen und Konsumenten weiterzureichen.
Nach dem Schritt der Verschiebung erinnern Beobachter daran, dass die ursprünglichen EPA-Regelungen von 2023 und eine weitere Vorgabe aus 2024 langfristig Einsparungen in Höhe von rund 4,5 Milliarden Dollar versprachen. Die damals geplanten Maßnahmen hätten umfangreiche Investitionen in neue Kältesysteme, Lecküberwachungstechnik und alternative Kältemittel für Branchen wie den Lebensmittelhandel, die Lebensmitteldistribution und die Halbleiterfertigung erforderlich gemacht.
Daneben stehen große Einzelhandelsketten wie Walmart, Kroger und Costco bereits länger im Zeichen einer Umstellung auf natürliche Kältemittel-Systeme und gelten als vergleichsweise gut positioniert für den Wechsel. Kleinere regionale Händler und unabhängige Geschäfte könnten hingegen stärker von den anfänglichen Investitionskosten betroffen sein. Branchenverbände hatten zuvor vor erheblichen Umrüstungskosten und Compliance-Aufwendungen für die Industrie gewarnt.