Intel mit starken Quartalszahlen und KI‑Optimismus – Aktie zieht deutlich an
Gestiegene Rechenzentrumsnachfrage und durchgesetzte Preiserhöhungen treiben Umsatz; bereinigter Gewinn je Aktie übertrifft Erwartungen, dennoch hoher Jahresverlust.
Nach Angaben von Intel sorgte eine anziehende Nachfrage nach Prozessoren für Rechenzentren für ein deutlich besseres Quartalsergebnis als erwartet. Konzernchef Lip‑Bu Tan hob hervor, dass sich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zunehmend vom reinen Modelltraining zur täglichen Nutzung verlagere; diese Verschiebung habe die Nachfrage nach Intels Chips erhöht und das Ergebnis gestützt.
Der Konzern legte einen Ausblick und Umsatzziele vor, die über den Marktprognosen lagen. Im Berichtszeitraum stieg der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden US‑Dollar und lag damit klar über der durchschnittlichen Analystenschätzung von rund 12,4 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie meldete Intel 0,29 Dollar und übertraf damit den Konsens von etwa 0,01 Dollar deutlich.
Gleichzeitig weist die Ergebnisrechnung einen erheblichen Jahresverlust aus: insgesamt fiel ein Defizit von 4,28 Milliarden Dollar an, nach einem Verlust von 887 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Trotz dieses hohen Jahresverlusts werteten Anleger und Marktteilnehmer die operativen Kennziffern als stark, da sie auf eine Verbesserung der Geschäftsperformance und anziehende Nachfrage aus dem KI‑Segment hindeuteten.
Zugleich spiegelte sich das positive Markturteil in einer deutlichen Kursbewegung: Die Intel‑Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund 17 Prozent zu. Analysten und Investoren interpretierten die Kombination aus Umsatzwachstum, über den Erwartungen liegendem bereinigten Ergebnis und Investitionen in moderne Fertigungstechnologien als Hinweis darauf, dass Intel Schritte zur Wiedererlangung höherer Wettbewerbsfähigkeit unternimmt.