Siemens Energy hebt Prognose an – Auftragseingang klettert fast 30 Prozent
Starkes Quartal treibt Umsatz und Gewinn; Aktienkurs hat sich binnen zwölf Monaten vervielfacht
Nach Angaben des Konzerns setzte sich die Erholung bei Siemens Energy im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 fort. Der Auftragseingang zog im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 30 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro an und übertraf damit die Erwartungen vieler Analysten. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz um neun Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, ein Wert, der die positive Dynamik in Kernbereichen des Geschäfts widerspiegelt.
Zugleich verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern deutlich. Der Gewinn wuchs von 501 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 835 Millionen Euro und unterstreicht die operative Fortschritte des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund zog das Management die Jahresprognose an und signalisierte damit Vertrauen in die Fortsetzung der Erholung. Ein Sprecher beschrieb das Marktumfeld trotz geopolitischer Unsicherheiten weiterhin als sehr positiv.
Die Bewegung an den Finanzmärkten fiel deutlich aus: Binnen zwölf Monaten hat sich der Aktienkurs um mehr als 170 Prozent auf 183 Euro erhöht. Anleger profitieren demnach schon länger von der Wende im operativen Geschäft. Daneben erinnern die Zahlen daran, wie stark sich die Lage verändert hat seit der Krise im Herbst 2023, als das Unternehmen staatliche Garantien zur Abwicklung eines hohen Auftragsbestands in Anspruch nahm und die Kurse zeitweise bei gut sieben Euro lagen.
Im Mittelpunkt der Entwicklung steht die anhaltend hohe Nachfrage nach Energietechnik und damit verbundene Investitionen. Diese Nachfragesituation, kombiniert mit der jüngsten operativen Leistungssteigerung, hat Siemens Energy in die Lage versetzt, ambitioniertere Ziele für das Gesamtjahr zu formulieren. Zugleich bleibt die Unternehmensführung wachsam gegenüber geopolitischen Risiken, nennt diese aber nicht als aktuell maßgebliche Bremse für die Geschäftsaktivitäten.