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Sanofi übertrifft Gewinnerwartungen im ersten Quartal – Dupixent bleibt Wachstumstreiber

Der Konzern meldet über den Erwartungen liegende bereinigte Gewinne und Umsätze. Dupixent treibt das Wachstum, doch der bevorstehende Patentverlust bleibt eine zentrale strategische Herausforderung für die neue Vorstandsvorsitzende.

Handelsblatt/JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Sanofi übertrifft Gewinnerwartungen im ersten Quartal – Dupixent bleibt Wachstumstreiber
  • Sanofi bestätigt die Jahresprognose
  • Dupixent wächst kräftig, langfristiger Patentschutz jedoch offen.

Nach Angaben aus Paris hat Sanofi das erste Quartal besser abgeschlossen als von Analysten erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,88 Euro und übertraf damit die Konsenserwartung von 1,78 Euro. Der Konzernumsatz belief sich auf 10,5 Milliarden Euro und lag damit über der Prognose von 10,2 Milliarden Euro, was zur positiven Bilanz des Quartals beitrug.

Im Mittelpunkt der operativen Stärke steht das Biologikum Dupixent. Das Medikament zur Behandlung atopischer Erkrankungen und von Asthma setzte sein Wachstum fort und steigerte den Quartalsumsatz um 31 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Damit bleibt Dupixent der wichtigste Wachstumstreiber für Sanofi und hat einen erheblichen Anteil am Ergebnisanstieg des Konzerns.

Zugleich bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose und erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Finanzchef François Roger hob hervor, dass Sanofi unter der bisherigen Führung effizienter geworden sei, wies aber auch darauf hin, dass Forschungsprojekte Zeit brauchen, um Ergebnisse zu liefern. Das vergangene Jahr war von durchwachsenen klinischen Resultaten geprägt, die den Aktienkurs belasteten; dieser liegt in den letzten zwölf Monaten rund 13 Prozent niedriger.

Nach dem Schritt zum Führungswechsel steht Ende des Monats mit Belén Garijo eine neue Vorstandsvorsitzende bereit. Garijo kehrt aus dem Konzernumfeld zurück, wo sie zuvor 15 Jahre gearbeitet und unter anderem an der Integration der Biotech-Sparte mitgewirkt hatte. Ihr Amtsantritt fällt in eine Phase, in der die strategische Ausrichtung, besonders in Forschung und Entwicklung, verstärkt in den Vordergrund rückt.