Iran übermittelt Washington Zehn‑Punkte‑Plan für Verhandlungen nach zweiwöchiger Waffenruhe
Teheran legte Washington einen Zehn‑Punkte‑Vorschlag vor, der eine Ablegung von Atomwaffen, Beschränkungen bei der Urananreicherung und Gespräche über regionale Friedensabkommen vorsieht; zugleich kündigt Iran eine koordinierte Öffnung der Straße von Hormus an.
- Im Zuge der vereinbarten zweiwöchigen Feuerpause übermittelte Iran seinen Zehn‑Punkte‑Plan an die US‑Regierung
- staatliche Agenturen berichten über Verpflichtungen zu Atomwaffen‑Verzicht und Verhandlungsbereitschaft zur
Nach Angaben aus Berlin haben Vertreter Irans im Zuge der Einigung auf eine zweiwöchige Feuerpause einen Zehn‑Punkte‑Plan an die US‑Regierung in Washington übermittelt. Teheran hat die Liste offiziell bislang nicht publiziert; Nachrichtenagenturen mit Nähe zu den Revolutionsgarden veröffentlichen jedoch bereits übereinstimmende Details zu den Inhalten.
Im Mittelpunkt der berichteten Punkte steht demnach die Zusage Irans, niemals Atomwaffen zu bauen. Zugleich sieht der Plan vor, die Urananreicherung nach Verhandlungen zu begrenzen. Außerdem signalisiere Teheran Bereitschaft, mit anderen Staaten der Region über Friedensabkommen zu sprechen, heißt es in den Meldungen.
Nach dem Schritt in Richtung Vorschlag schrieb US‑Präsident Donald Trump auf seiner Plattform, der übermittelte Plan biete eine praktikable Grundlage für Verhandlungen. Konkrete offizielle Reaktionen aus Washington zu den einzelnen im Plan genannten Details wurden in den vorliegenden Berichten nicht wiedergegeben.
Zugleich berichtete die Times of Israel, ein ranghoher israelischer Beamter habe angegeben, Iran habe zugesagt, die Straße von Hormus zu öffnen, ohne dass zuvor Forderungen erfüllt werden müssten. Iran kommentierte die Frage der Meerenge differenziert: Außenminister Araghtschi erklärte, der Schiffsverkehr werde in Abstimmung mit den Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen ermöglicht.
Daneben bleibt vieles unklar: Zwar liefern die berichtenden Agenturen deckungsgleiche Kernpunkte, doch einen offiziell bestätigten Wortlaut des Zehn‑Punkte‑Plans gibt es nicht. Wie die angekündigten Zusagen konkret umgesetzt und überprüft werden sollen, wurde in den Berichten nicht erläutert. Damit ergeben sich weiterhin offene Fragen etwa zur zeitlichen Abfolge, zu Kontrollmechanismen und zur Verknüpfung einzelner Punkte mit den laufenden Verhandlungen.