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Iran warnt: Passage der Straße von Hormus nur nach Abstimmung möglich

Während in Islamabad Waffenruhe-Gespräche laufen, legen in iranischen Medien verbreitete Karten nahe, die Straße von Hormus könnte mit Seeminen belegt worden sein; Großbritannien will freie Durchfahrt ohne Gebühren.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Iran warnt: Passage der Straße von Hormus nur nach Abstimmung möglich
  • Eine in iranischen Medien gezeigte Grafik deutet auf eine mögliche Verminung der Straße von Hormus durch die Revolutionsgarde hin
  • die Meerenge bleibt zentral für weltweite Öl- und Gasströme.

Im Mittelpunkt steht die Frage der sicheren Passage durch die Straße von Hormus, nachdem in iranischen Medien veröffentlichte Karten eine Gefahrenzone markiert haben. Die Grafiken, die in halbamtlichen Veröffentlichungen erschienen, zeigen auf einer bisherigen Handelsroute einen großen als »Gefahrenzone« gekennzeichneten Bereich und legen nahe, dass dort während des seit 28. Februar andauernden Kriegs Seeminen verlegt worden sein könnten. Die Darstellungen empfehlen Handelsschiffen demnach eine nördlichere Route näher am iranischen Festland und der Insel Larak.

Zugleich betont Großbritannien die Notwendigkeit einer gebührenfreien Durchfahrt. Außenministerin Yvette Cooper erklärte, die grundlegenden Freiheiten der Meere dürften nicht einseitig eingeschränkt oder zur Einnahmequelle gemacht werden. Vor dem Krieg galt die Meerenge formal als internationales Gewässer; vor dem Konflikt wurden etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases durch diese Wasserstraße transportiert, weshalb Sicherheitsfragen hier unmittelbare Auswirkungen auf Energieflüsse haben können.

In den Veröffentlichungen finden sich allerdings keine klaren Hinweise, ob eine mutmaßliche Verminung bereits geräumt wurde. Die Karten nennen Zeiträume vom 28. Februar bis zum 9. April, liefern aber keine operative Bestätigung zur aktuellen Lage vor Ort oder zu konkreten Maßnahmen zur Gewährleistung der Schifffahrtssicherheit. Damit bleiben Aussagen über die Praktikabilität der empfohlenen Ausweichrouten und mögliche Folgen für den Schiffsverkehr offen.

Gleichzeitig beobachten Staaten und Marktteilnehmer die sicherheitspolitische Entwicklung, während in Islamabad Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran anstehen. Vor Beginn der Gespräche wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der pakistanischen Hauptstadt verstärkt; die US-Delegation wird von Vizepräsident JD Vance angeführt. Ob und in welchem Umfang sich die iranische Position zur Kontrolle oder Einschränkung der Durchfahrt unmittelbar auf Versorgungsketten und Energiepreise auswirkt, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen, weil die veröffentlichten Materialien vor allem Gefahrenzonen und politische Forderungen dokumentieren, ohne operative Details zu liefern.