Constellation Brands zieht Prognose für Fiskaljahr 2028 zurück und warnt vor anhaltender Unsicherheit
Der Hersteller von Modelo und Corona übertraf im Schlussquartal die Erwartungen, zieht aber seine Prognose für Fiskaljahr 2028 wegen anhaltender Unsicherheit zurück; neuer CEO übernimmt Mitte April.
Nach Angaben von Constellation Brands hat das Unternehmen seine vorherige Ergebnisprognose für das Fiskaljahr 2028 zurückgezogen. Als Begründung nannte das Management die anhaltende Unsicherheit im makroökonomischen Umfeld, die die kurzfristige Sichtbarkeit einschränke und die Verbrauchernachfrage in den Alkoholkategorien dämpfe.
Im Mittelpunkt der Quartalsmitteilung standen zugleich solide Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2026, die die Erwartungen der Analysten übertrafen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,90 US‑Dollar gegenüber erwarteten 1,72 US‑Dollar, der Umsatz lag bei 1,92 Milliarden US‑Dollar und damit über der Schätzung von 1,88 Milliarden US‑Dollar.
Nach dem Schritt meldete das Unternehmen für das Quartal einen Nettogewinn von 224,7 Millionen US‑Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Nettoverlust von 370,6 Millionen US‑Dollar angefallen war. Unterdessen sanken die Gesamtnettoerlöse für das Fiskaljahr 2026 um drei Prozent; das Management beschrieb die Nachfrage über weite Teile des Jahres als gedämpft, weil Konsumenten ihr Ausgabeverhalten in den Alkoholkategorien vorsichtiger gestalteten.
Daneben legte Constellation Brands eine Prognose für das laufende Fiskaljahr 2027 vor: Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird demnach zwischen 11,20 und 11,90 US‑Dollar erwartet, während die Analystenschätzungen bei 12,36 US‑Dollar lagen. Das Management betonte, man habe sich auf beeinflussbare Faktoren konzentriert und diszipliniert gearbeitet, nannte aber die begrenzte kurzfristige Sichtbarkeit als Grund für Zurückhaltung bei längerfristigen Aussichten.
Zugleich steht ein Führungswechsel bevor: Nicholas Fink soll am 13. April die Position des Chief Executive Officer übernehmen. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse reagierten die Aktien des Unternehmens mit leichten Kursverlusten im nachbörslichen Handel.
Das Unternehmen hob hervor, dass das Biergeschäft weiterhin eine der wichtigsten Wachstumsquellen darstelle, ließ jedoch detailliertere segmentbezogene Angaben in der Mitteilung aus. Insgesamt zeichnet sich bei Constellation Brands ein Bild von operativer Resilienz in einem volatilen Nachfrageumfeld, wobei das Management Maßnahmen zur Sicherung der Profitabilität betonte.