Jeff Shell verlässt Stellung bei Paramount Skydance nach Vorwürfen zu SEC-Verstößen
Paramount bezeichnet die Anschuldigungen als unbegründet; Shell will sich eigenen Angaben zufolge auf die juristische Auseinandersetzung konzentrieren.
Nach Angaben von Paramount Skydance hat Jeff Shell seine Ämter als Präsident von PSKY und als Mitglied des Vorstands niedergelegt. Der Schritt folgt einer Klage, in der ihm angebliche Verstöße gegen Regeln der US‑Wertpapieraufsicht (SEC) vorgeworfen werden. Das Unternehmen erklärte, es habe keine Hinweise auf eine Verletzung der Vorschriften gefunden und bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht eine Klage des Investors R.J. Cipriani, die Schadensersatz in Höhe von 150 Millionen US‑Dollar fordert. Cipriani wirft Shell vor, vertrauliche Informationen weitergegeben und damit mögliche Regelverstöße herbeigeführt zu haben. Paramount betonte zugleich, Shell wolle sich jetzt auf die juristische Verteidigung konzentrieren.
Nach dem Schritt dankte das Unternehmen Shell für seine Beiträge und nannte ihn einen geschätzten Berater. Zugleich stellte Paramount klar, dass die Vorwürfe aus seiner Sicht nicht haltbar seien und das Unternehmen die rechtlichen Schritte von Shell unterstütze. Zu direkten Kommentaren von Shell lagen zunächst keine Stellungnahmen vor.
Inzwischen hatten Spekulationen über Shells Rolle im künftig zusammengeführten Konzern zugenommen, seit Paramount im Februar in einem Bieterwettstreit erfolgreich war. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery bringt viele neue Führungskräfte in die Gruppe, und Shell hatte nach Angaben aus der Branche keine klar definierte Position im geplanten, zusammengeführten Unternehmen. Zuvor hatte Shell 2023 seinen Posten als NBCUniversal‑Chef aufgegeben, nachdem er ein unangemessenes Verhalten gegenüber einer Mitarbeiterin eingeräumt hatte.
Daneben bedeutet die Ankündigung einen weiteren Einschnitt in Shells Laufbahn in der Medienbranche und zwingt Paramount, seine Führungsstruktur neu zu ordnen, während die juristische Prüfung läuft. Das Unternehmen betonte, den laufenden Prozess ernst zu nehmen, und wies zugleich darauf hin, dass es keine internen Hinweise auf Verletzungen der SEC‑Regeln gefunden habe.