Irland weitgehend lahmgelegt: Treibstoffproteste blockieren Raffinerien und Straßen
Bauern, landwirtschaftliche Auftragnehmer und Straßentransporteure halten Terminals, Raffinerien und Straßen blockiert; Regierung setzt Armee in Bereitschaft.
Nach Angaben mehrerer Berichte dauern die Proteste in Irland seit Tagen an und haben sich auf drei der wichtigsten Raffinerien und Terminals des Landes ausgeweitet. Vornehmlich Bauern, landwirtschaftliche Auftragnehmer und Straßentransporteure blockierten Versorgungspunkte, was in vielen Regionen zu einem starken Zusammenbruch der Versorgung mit Benzin und Diesel führte. An Tankstellen bildeten sich lange Schlangen, zahlreiche Zapfsäulen meldeten Lieferschwierigkeiten oder waren bereits leer.
Zugleich stockt der Straßenverkehr in Dublin: Traktoren und Lastwagen blockierten O'Connell Street und andere zentrale Routen, wodurch Hauptverkehrsadern zum Stillstand kamen und erhebliche Staus sowie Ausfälle im städtischen Verkehr entstanden. Die Protestierenden erklärten, sie wollten so lange ausharren, bis sie ein direktes Treffen mit Regierungsvertretern erreicht hätten, um ihre Forderungen nach zusätzlicher Unterstützung angesichts der stark gestiegenen Preise vorzubringen.
Die Regierung reagierte mit Vorsichtsmaßnahmen und setzte die Armee in Bereitschaft, um Blockaden an Raffinerien und Terminals räumen zu lassen. Der Taoiseach bezeichnete die Aktionen der Demonstranten als einen Akt nationaler Sabotage und äußerte Unverständnis darüber, den Zugang zu Treibstoff zu versperren, während die Preise bereits deutlich erhöht sind. Verteidigungsministerin und andere Regierungsvertreter kündigten an, Maßnahmen zu prüfen, um die Versorgung wiederherzustellen und die öffentliche Ordnung sicherzustellen.
Daneben zeichnet sich ab, dass an den Aktionen weder die Irish Farmers' Association noch die Irish Road Haulage Association beteiligt sind; die großen, formal anerkannten Branchenverbände gehören nicht zu den Organisatoren der Blockaden. Die Lage bleibt volatil, weil die Demonstranten weiterhin ein Gespräch mit der Regierung fordern, während staatliche Stellen die Optionen zur Wiederaufnahme der Lieferketten und zur Entschärfung der Verkehrssituation abwägen.
Inzwischen stehen weitere Gespräche mit Branchenvertretern an, doch die Proteste setzten den Druck auf Regierung und Handel fort. Die Unterbrechungen an Terminals und entlang der Versorgungswege haben bereits spürbare Auswirkungen auf den Alltag: Tankstellen knappen aus, Lieferketten geraten unter Stress und die Mobilität in der Hauptstadt ist deutlich eingeschränkt.